Deutsches Pisa

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    • Deutsches Pisa

      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2006/23/Pisa">http://www.zeit.de/online/2006/23/Pisa</a><!-- m -->

      Ab 2009 wollen die Kultusminister alle Schüler einem eigenen nationalen Schulleistungstest unterziehen.
      [...]
      Mit den stichprobenhaft und länderübergreifend vorgenommenen Tests nach Art der weltweiten PISA-Studie


      Alle Schüler werden stichprobenhaft testet.
      Also was nun, Alle oder Stichprobe?
      Wahrscheinlich ist gemeint, dass alle Schulformen getestet werden.



      Die neuen Tests sollen in der 3. Grundschulklasse, in der 8. Hauptschulklasse und für den Mittleren Bildungsabschluss in der 9. Klasse erfolgen.


      Das hat den "angenehmen" Nebeneffekt, dass die Hauptschulen nicht mit den anderen Schulformen und die Bundesländer eigentlich auch nicht untereinander verglichen werden können.


      An den internationalen PISA-, IGLU- und TIMSS-Vergleichsstudien wird Deutschland weiter teilnehmen. Die zusätzlichen innerdeutschen PISA- Auswertungen entfallen jedoch.


      Na dann ist ja noch Hoffnung...


      - Martin
    • Re: Deutsches Pisa

      "oh-ein-papa" schrieb:

      http://www.zeit.de/online/2006/23/Pisa

      Ab 2009 wollen die Kultusminister alle Schüler einem eigenen nationalen Schulleistungstest unterziehen.
      [...]
      Mit den stichprobenhaft und länderübergreifend vorgenommenen Tests nach Art der weltweiten PISA-Studie


      Alle Schüler werden stichprobenhaft testet.
      Also was nun, Alle oder Stichprobe?
      Wahrscheinlich ist gemeint, dass alle Schulformen getestet werden.



      Nicht nur, damit ist vor allem gemeint, dass aus der Grundgesamtheit aller Schüler eine Stichprobe gezogen wird: 3., 8., 9. Klasse. Da dieses System auf längere Zeit angelegt ist, durchläuft jeder Schüler im Laufe seiner Schulkarriere die Tests. Ausserdem sind diese Tests doch "bloss" Konsequenzen der Einführung der in einem anderen Thread von Timm erwähnten Bildungsstandards.

      LG, das_kaddl.
    • Und jeder Schüler durchläuft (hoffentlich ;)) je einmal die Klassen 3 und 8/9.
      Also müsste der Stichprobenumfang mindestens der Hälfte der Schülerzahl eines Jahrgangs entsprechen. Und auch dann würden einige zweimal und einige nie getestet.

      Der Stichprobenumfang von PISA-E (2000) betrug allerding auch nur gut 50.000 Schüler.


      - Martin
    • "oh-ein-papa" schrieb:

      Und jeder Schüler durchläuft (hoffentlich ;)) je einmal die Klassen 3 und 8/9.
      Also müsste der Stichprobenumfang mindestens der Hälfte der Schülerzahl eines Jahrgangs entsprechen. Und auch dann würden einige zweimal und einige nie getestet.

      Der Stichprobenumfang von PISA-E (2000) betrug allerding auch nur gut 50.000 Schüler.


      - Martin


      Die Rechnung kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen. M.M. nach ist es so, dass der Wissensstand aller Schüler, die nach 2007 in die Grundschule kommen, zweimal in einem bundesweiten Test überprüft wird: einmal in der 3., einmal in der 8. Klasse. Schüler, die 2009 zwischen der 4. und 8. Klasse sind, werden nur einmal getestet (nämlich in der 8. Klasse).

      Ansonsten verstehe ich die Tests der Bildungsstandards so, dass nicht eine Stichprobe AUS den 3. / 8. Klassen gezogen wird, sondern pro Jahr ALLE 3. / 8. Klassen getestet werden.

      Sehe ich etwas falsch?

      LG. das_kaddl.

      EDIT: ach ja, die Zuständigen gehen bestimmt davon aus, dass die Drop-out-Quote vor der 8. Klasse relativ klein ausfällt.
    • "oh-ein-papa" schrieb:

      Kann ja gut sein, nur wäre es dann keine Stichprobe wie PISA sondern eine Gesamterhebung im Stile der Vergleichsarbeiten.

      - Martin


      Doch, weil die Population die Gesamtheit aller Schüler umfasst und zu jedem Zeitpunkt der Stichprobenziehung immer nur 3. und 8. Klasse genommen werden :wink:

      LG, das_kaddl.
    • Hier steht noch was dazu:
      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesspiegel.de/wissen-forschen/archiv/07.06.2006/2577195.asp">http://www.tagesspiegel.de/wissen-forsc ... 577195.asp</a><!-- m -->
      Klärt nicht den Umfang, aber klingt so, als hätten sich die KuMi auf gemeinsame Bildungsstandards und Kompetenzstufen geeinigt.
      Wäre die erste mir bekannte Gemeinsamkeit aller Schulsysteme in der Republik... ;)

      - Martin
    • Ja, dass sind "die" Bildungsstandards, die die Vertreter der Länder in der KMK beschlossen haben (und die Timm in anderen Threads schon erwähnt hat):

      Verschiedene Fächer und Jahrgänge

      Hintergrundinfos

      Hier ist der theoretische Hintergrund für die Entwicklung und Einführung von Bildungsstandards in Deutschland, die sog. "Klieme-Expertise" (Klieme ist der Haupt-Autor): <!-- w --><a class="postlink" href="http://www.bmbf.de/pub/zur_entwicklung_nationaler_bildungsstandards.pdf">www.bmbf.de/pub/zur_entwicklung_nationa ... ndards.pdf</a><!-- w -->

      LG, das_kaddl.

      PS: In der Schweiz lehnt man sich an diese Expertise an und hat das noch viel schlimmer als föderale Bildungssystem jetzt in verschiedenen Modell-Programmen zusammengefasst; eins davon ist "Harmos" (Harmonisierung des Schulsystems) und beinhaltet u.a. Bildungsstandards und den sog. "Deutschschweizer Lehrplan".[/url]
    • "uta_mar" schrieb:

      Mich stört - wie üblich - nur, dass Förderschüler nicht zu "allen Schülern" gehören.


      Das kann ich gut nachvollziehen. Ich finde es auch immer irgendwie komisch, wenn vom "dreigliedrigen Schulsystem" gesprochen wird, obwohl es die Förderschule ja auch noch gibt...

      Hast du eine Idee, woran es liegt, dass Anliegen der Sonderpädagogik in aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen nicht aufgenommen werden? (Fehlende Lobby...?)

      LG, das_kaddl.
    • Meine Antwort, besser spät als nie:
      Erstmal ist es natürlich so, dass die Förderschüler einfach eine Minderheit darstellen. Da sie meist auf besonderen Schulen sind, sind sie auch nicht so im Blickfeld. Dann ist die größte Gruppe die der Lernbehinderten (oder Förderschwerpunkt Lernen, oder wie auch immer), und die haben wirklich wenig Lobby. Denn viele der Kinder haben Eltern, die selbst zu bildungsfernen Kreisen gehören. (Natürlich nicht alle!) Was die stärker behinderten angeht, gibt es natürlich schon Organisationen, die sich z. B. für Geistigbehinderte oder Blinde einsetzten. Aber da steht die Schule nicht so im Mittelpunkt oder ist nur eines der vielen Themen.

      Generell wollen zur Zeit aber wohl auch viele lieber über hochbegabte Kinder, Eliteunis oder ähnliche Themen reden, habe ich so den Eindruck.
      Viele Grüße

      Uta
    • Aber nein, es wird auch mächtig viel über Hauptschulen geredet. Allein die Realschulen kommen m.E. etwas kurz.

      Ist denn viel gewonnen, wenn man durchgängig schreibt "alle Schüler ausser den Förderschülern" machen dies, machen das?
      Hier stand mal etwas über die Zentrale Prüfung für den Mittleren Schulabschluß in Berlin.
      Sechzig Prozent aller Hauptschüler sind durchgefallen.


      - Martin
      Chemie ist wenn es kracht und stinkt, Physik ist wenn es nicht gelingt.