Gedanken in Worte fassen

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    • Gedanken in Worte fassen

      Hallo,

      vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.
      Mein Sohn hat viele gute Gedanken, aber Mühe, einen guten Ausdruck dafür zu finden.
      Zur Zeit machen sie Erörterungen, die ihm richtig Spaß machen. Er hat alles drauf, nur wenn`s um den guten Ausdruck geht....dann geht alles drunter und drüber. Er ist am verzweifeln und hadert mit sich.

      Gibt es irgendeinen Tipp oder eine Herangehensweise, wie man ihm das erleichtern könnte.
      Für Anregungen wäre ich sehr dankbar.

      parents
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Nicht drauf losschreiben, sondern mit Konzept arbeiten, in welchem jeder Gedanke in einer kurzen Phrase steht, so dass man beim Schreiben nichts Inhaltliches mehr überdenken muss, sondern sich auf den Ausdruck konzentrieren kann. GANZ WICHTIG: am Anfang jedes neuen Abschnitts/Satzes den "logischen Verknüpfer" (Konnektoren) aufschreiben: "Aus diesem Grunde, ebenso, im Gegensatz dazu, deshalb, weiterhin, ...) die sollte man vielleicht mal für sich in einem Wortfeld sammeln und ständig erweitern.

      Das sähe dann beim Überlegen zum Thema "Schuluniform" zu Beispiel so aus:

      - Einleitung: viele Schulen überlegen ob ..
      jedoch
      Meinungen sehr gespalten.



      Vermutete Vorteile: nicht mehr auf Mode fixiert

      außerdem

      Markenwahn nicht unterstützen

      darüber hinaus

      Kostenersparnis, da keine Einkäufe wegen wechselnder Mode


      Andererseits:

      Individueller Ausdruck Bedürfnis von Jugendlichen

      ...
      etc



      Jetzt braucht dein Sohn beim endgültigen Schreiben der Erörterung kaum noch inhaltliche und strukturelle Überlegungen mehr, sondern feilt nur noch an den Sätzen - mal mit dem Konnektor beginnend, mal zwei Nebensätze damit verbindend...

      Mit ein bisschen Übung geht das schon!
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Jaha :) ... in den Ferien. Sorry, der unterrichtsfreien Zeit.
      Nee, im Ernst - manchmal kann ich meinem Hirn abends um ...Uhr nix Kreatives mehr abgewinnen. Dann geh ich sehr früh ins Bett oder mach statt dem stundenlangen vor-mich-Hinstrarren-amSchreibtisch halt lieber Sport oder sowas - und prober's halt morgens früh nochmal. Da küsst mch die Muse dann meist doch noch.

      Noch ein Tipp für deinen Sohn:
      Training Besser formulieren im Aufsatz
      Sprachliche Übungen für die Klassen 8 - 10
      Klett Ernst Verlag GmbH
      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.amazon.de/Training-formulieren-Aufsatz-Sprachliche-L%C3%B6sungsheft/dp/3129220798">http://www.amazon.de/Training-formulier ... 3129220798</a><!-- m -->

      und
      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.amazon.de/Realschule-Training-Deutsch-Aufsatz-Klasse-Lernmaterialien/dp/389449333X/ref=pd_bxgy_b_text_b">http://www.amazon.de/Realschule-Trainin ... y_b_text_b</a><!-- m -->


      Dazu kann ich bei Bedarf noch Tipps zum Umgang mit Mustertexten geben ...
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Hallo

      Auch ich habe Schwierigkeiten mich schriftlich auszudrücken. Ich bin aber schon ein "großes Kind" und muss mich beruflich gut ausdrücken können (Büro).
      Ich war schon in der Schule nicht gerade die Beste, meistens eine drei oder vier.

      Der Tipp von Meike, alles in Phrasen zu packen, fand ich schonmal sehr hilfreich!

      Ich habe den Tipp bekommen viel zu lesen, um meinen Wortschatz zu verbessern, das sehe ich genauso...
      Ich bin kein Romanleser, lese ab und zu Sachbücher, leider konnte ich noch keine Besserung feststellen!

      Gibt es noch weitere Schreibtechniken/Regeln damit einem das Schreiben leichter von der Hand geht.
      Ich brauche immer ewig bis mir was einfällt und manchmal klingt das dann immernoch nicht gut.

      Oder kennt jemand gute Bücher die Schreibtechniken/Regeln erklären und Übungen dazu??

      Vielen Dank!
      Ocean
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Hier finden sich ganz unterschiedliche Anregungen zu Stil- und Schreibübungen: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ratschlag24.com/index.php/tag/Schreib%C3%BCbung/">http://www.ratschlag24.com/index.php/ta ... C3%BCbung/</a><!-- m -->
      <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wie_schreibe_ich_gute_Artikel">http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia: ... te_Artikel</a><!-- m -->

      Wenn es um die Erweiterung des Wortschatzes und der Wortfeldanwendung geht, lohnen sich die Lehrbücher für DAZ, also Deutsch als Zweitsprache, aber nur die für ganz weit Fortgeschrittene (habe leider keinen Link parat, mal in der Stadt- oder Unibibliothek fragen!).

      Auch nicht schlecht für die Basics und Beseitigung von grundlegende Unsicherheiten: Duden. Korrektes Deutsch - kurz gefasst: Alltägliche Sprachschwierigkeiten und ihre Lösung (Duden Verlag).

      Für's Büro: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w_0_13?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=gutes+deutsch+gute+briefe&sprefix=gutes+Deutsch">http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w_0_13 ... es+Deutsch</a><!-- m -->

      Und schließlich: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde / von Wolf Schneider (Autor)
      Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil - Wolf Schneider (Autor)
      Gutes Deutsch - besseres Deutsch: Praktische Stillehre der deutschen Gegenwartssprache / Willy Sanders (Autor)
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Richtig, mindmapping dient der Strukturierung bei komplexen Themengebieten, die mehrere "Verästelungen" haben. Bei kreativem brainstorming nimmst du eher clustering...

      Hilfreiche Seiten

      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.aufsatz-schreiben.de/">http://www.aufsatz-schreiben.de/</a><!-- m -->
      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.doku.net/artikel/mindmapsei.htm">http://www.doku.net/artikel/mindmapsei.htm</a><!-- m -->

      <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cluster_(Kreatives_Schreiben">http://de.wikipedia.org/wiki/Cluster_(K ... _Schreiben</a><!-- m -->)
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Vor allem ist eines ganz wichtig: schreiben lernt man nur durch Schreiben!

      Sprache ist wie ein Musikinstrument, die Virtuosität kommt mit der Übung. Zusätzlich zu den Tipps, die bislang gegeben worden sind, kann ich nur dazu raten, so viel und so oft wie möglich seine Gedanken zu Papier zu bringen. Egal, ob man sich in irgendwelchen Internetforen zofft (da lernt man das Argumentieren!) oder ob man seine Alltagserfahrungen in einem Sudelbüchlein festhält und zu Hause in kleine aber feine Vignetten fasst (z.B. der Bildzeitungsleser in der Buchhandlung, den ich neulich bestaunen durfte); das feine Spiel mit der Sprache und mit den Gedanken wird im Laufe der Zeit immer selbstverständlicher und geht immer leichter von der Hand.

      Nur immer weitermachen muss man und Spaß soll es machen - das lohnt sich aber, denn Deutsch ist eine Sprache von so wunderbarer Eleganz und Klarheit. :)

      Nele
      Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too? - Douglas Adams
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Wenn wir schon beim Thema Aufsatz sind, kann jemand eine Lernhilfe oder eine Internetseite empfehlen zum gestaltenden Interpretieren, auf Abiturniveau.

      Entweder die Deutschlehrer finden einen Aufsatz zu kreativ (wenn z.B. die Gefühle einer Person erklärt werden), zu subjektiv (aber es soll doch aus der Sicht einer Person des Romans geschrieben sein) oder es ist nur eine Inhaltsangabe aus der Sicht der entsprechenden Person. Wie findet in dieser Aufsatzform das Interpretieren statt?
      Wiederholungen sind auch nicht erlaubt, obwohl doch in der Gedankenwelt einer aufgewühlten Person ein Gefühlschaos herrscht, das man doch irgendwie sprachlich abbilden sollte. Oder bin ich da völlig auf dem Holzweg und habe die Aufsatzform missverstanden?

      Wenn in einer Aufgabe zu einem Theaterstück gefragt ist nach einem Dialog zwischen zwei Figuren, ist dann wirklich gemeint, dass man in Dialogform mit Regieanweisungen schreibt? Und wie unterscheidet man handschriftlich die Regieanweisung vom gesprochenen Text?
    • Re: Gedanken in Worte fassen

      Ganz schwierige Sache, das. Aber auch eine der ergiebigsten und schönsten Formen der Interpretation.
      Und zwar deshalb, weil man da im Prinzip "natürlich" interpretiert, nämlich so, wie wir Menschen im realen Leben jeden Tag auch Texte oder Dinge, die wir beobachten, interpretieren:
      Beispiel:
      Tratschen über die Nachbarin auf der Treppe im Flur ist im Prinzip nichts anderes, als eine Form der Charakterisierung (man beaobachtet eine Person und schließt daraus etwas über sie).
      Beispiel 2:
      Seinen Liebeskummer in einem Tagebuch reflektieren ist nichts anderes als das Herstellen eines inneren Monologes und die (subjektiv) interpretierende Analyse eines Beziehungsverhältnisses, inclusive Selbst- und Fremdcharakterisierung.

      Statt langweiliger Analyse nach Schema ist das echtes Tun, so wie es jeder aus X täglichen Situationen kennt. Meine Schüler machen da super gern und mit Übung auch meist sehr gut.

      Gleichzeitig ist das auch unendlich schwierig: schwierig deshalb, weil man die jeweilige Interpretation NUR im Kontext des Gelernten, der Epoche, der Menschen, wie sie im Stück dargestellt sind, beurteilen kann - und da gibt es keine Rezepte, außer gute Text- und Epochenkenntnis.

      Beispiel: ich mache mit meinen Schülern hoch und runter das Elisabethanische Zeitalter (Shakespeare), wie die denken, was die für Werte- und Moralvorstellungen hatten, welche Philosophien und religiösen Ideen gerade en vogue waren, Männer/Frauenrollen, Machtverhältnisse, gesellschaftliche Rollen, etc. Nur so können sie die Insiderwitze und Andeutungen in einem Stück verstehen.

      Nun bekommen sie eine kreative Interpretationsaufgabe. Zum Beispiel:
      In der Rolle der Zimmermagd sollen sie heimlich am Schlüsselloch beobachten, wie Lady Macbeth - an ihrer Schuld (Königsmord) zugrunde gehend - schlafwandelt und sich die vermeintlich blutigen Hände wäscht und im Schlaf ihr gruseliges Geheimnis preisgibt. Diese schreckliche Beobachtung soll die Zimmermagd abends ihrer Freundin erzählen, das Gesehene bewerten, sich überlegen was sie tun soll.

      Jetzt ist bei einer richtig guten Interpretation auf viele Dinge zu achten:
      1. Angemessenheit der Sprache: dem elisabethanischen Zeitalter angemessen. Keine moderne Sprache, etwas poetischer als heutzutage, bildhafter. Shakespeare können die Schüler aber nicht erreichen (niemand erwartet iambische Pentameter von ihnen!), aber es dürfen keine allzu modernen Ausdrücke drin vorkommen. Die Sprache darf aber auch nicht zu elaboriert sein, denn es handelt sich um eine Zimmermagd, keine adelige Lady! Also nicht poetisch übertreiben. Emotional darf es schon werden, aber keine Expletative der heutigen Art (Oh shit! ;) ) sondern das, was sich auch im Stück so findet.
      2. Rollenbewusstsein: man muss sich in der Epoche gut auskennen um das umsetzen zu können: eine Zimmermagd hatte keine Bildung, war aber in den strikten Moralvorstellungen vermutlich sehr befangen. Königsmord ist in dieser Zeit absolute Blasphemie, wird auf jeden Fall mit ewigem Fegefeuer bestraft. Sie ist ihrer Lady aber treu ergeben und befindet sich nun in einem Dilemma: Das absolute Entsetzen über die Tat muss herauskommen (mehr als ein heutiger Mensch entsetzt wäre - denn die Strafe ist ewig und ob die Mitwisserin vor Gott Gnade findet??), aber auch die Loyalität, die Ergebenheit (auch die ist modernen Menschen vielleicht eher fremd). Moderne Empörung evtl. Aufbegehren sind unangemessen.
      3. Inhaltliches Verständnis des Stücks/Einordnung der Bedeutung der Szene: Es muss deutlich werden, dass man die Relevanz der Szene mit Lady Macbeth erkannt hat, begriffen hat, dass es sich hier um einen dramatischen Schlüsselpunkt handelt: es gibt für die Lady kein zurück mehr, sie ist auf dem unumkehrbaren Weg in den Abgrund. Es gibt nichts, was die Zimmermagd in ihrere machtlosen Position tun könnte - außer vielleicht für sie (und sich selber) beten.

      Die Zimmermagd könnte sich - als Beispiel einer weiteren Version - vielleicht auch noch überlegen, sich jemandem anzuvertrauen: geschichtlich ist es jedoch unwahrscheinlich, dass sie bei irgendjemandem außer dem Pfarrer Gehör findet, ohne selbst enthauptet zu werden, weil sie eine Adlige - die Queen gar! - verleumdet. Und der Pfarrer bringt sich auch nicht in Gefahr, indem er diese Dame des Königsmords bezichtigt. Kann man also auch lassen. Moderne Krimi-Versionen wie "Ich verpetz die Queen beim Militär und die kommen dann und knasten sie ein" sind zeitgenössisch gesehen Unsinn. Normal war es, dass die Bediensteten von den Perversionen der Herrschenden wussten und ihr Maul hielten, wenn sie wussten, was gut für sie war.

      Wichtig: Es gibt da gar nicht sooo viele Spielräume, wie man vielleicht denken würde: weil das "Korsett" der Denkweise der Zeit und der Rahmen des Romans / des Stücks nur so und so viel plausible Versionen zulassen. Sprachlich gilt dasselbe. Natürlich gibt es einen gewissen Spielraum, aber die Erwartungshorizonte der Abituraufgaben geben schon eine durchaus sinnvolle Struktur des im Rahmen der Aufgabe Sinnvollen vor.

      Kreativ oder gestaltend Interpretieren heißt halt nicht kreativ Schreiben. Es ist schon immer auch eine Analyseaufgabe, die Wissenshintergrund braucht um zu gelingen.

      Ich kenne dazu keinen guten Link, kann aber als Tipp sagen:
      - sich saugut im Stück und
      - im Stil des Autors
      - in der Epoche (Wert/Moralvorstellungen, Männer/Frauenrollen/ politische/soziale Verhältnisse etc) und
      - in der Handlung
      - und bei bei den Charakteren
      auskennen.
      Dann kann man eigentlich nicht sooo weit daneben liegen - außer sprachlich, das ist halt schwer. Da empfiehlt es sich, als Übung mal kurze Texte im Stil des Autors zu versuchen. Zum Beispiel nimmt man sich eine Beschreibung einer Landschaft oder einer Person vor, so wie sie im Stück vorkommt und probiert einfach dasselbe (i.e. mit ähnlichen Worten/Satzkonstruktionen) mit einer realen Person. Oder kurz: Dein Kind könnte mal versuchen, ihre Mutter im Stile Hoffmanns / Fontanes / Goethes zu bechreiben. Oder euren Garten. :) Und dann die Textlänge etwas ausdehnen, freiere Stilübungen zu freieren Themen im selben Stil... der Lehrerin mal zum Gegenlesen aufs Auge drücken. Oder hier einstellen :)

      Öfter mal die Gedanken eines der Romanfiguren an diesem oder jenem Punkt aufschreiben: Was denkt/fühlt dieser Mensch jetzt wohl - mit dem Wissen und den Einstellungen die er als Person des 19 oder 17. oder 20.Jhdt. so hatte? Wie hat er sich sprachlich bisher im Stück ausgedrückt - genau so schreibe ich seine aktuellen (vermuteten) Gedanken jetzt mal auf.

      Dann wird das schon.

      Wichtig ist vor allem, dass das im Unterricht ganz oft geübt und gründlich reflektiert wird: einfach ist es nämlich, wie gesagt, nicht. Dafür schöööön...

      Für Menschen, die da nicht stilsicher sind, empfehle ich im Abi jedoch die Auswahl der nicht kreativen Aufgabe... ich hatte immer so ein paar Jungs, deren Fatasie - laut eigener Aussagen - einfach nicht ausreichte um sich in die Herzen und Köpfe junger Damen der Romantik oder verzweifelter Helden der Klassik hineinzuversetzen: so hölzern und dröge waren die Texte dann auch. Fanden sie selber. Hilft nix. Dann muss man es lassen.

      Achja PS: Regieanweisungen werden bei mir in Klammern geschrieben.
      Zimmermagd: "Ach, Oh! Himmel hilf! (fasst sich verzweifelt an die Stirn), ich wünscht, ich könn't erblinden, ach, um nur zu vergessen, was ich dort in jener Kammer sah...!" :)

      Das ist aber meine Absprache mit dem Kurs. Ich würd schlicht mal bei der Lehrerin nachfragen, wie sie's gerne hätt.
    • IKS: Nicht nur den Körper füttern sondern auch Seele und Gei

      Na, wenn ich jetzt der GEIST wäre, der die Gedanken für Dich / Euch in Worte fassen soll, dann tät ich aber bei Euch ganz schön die Krise kriegen. Nichts kann man Euch recht machen. Alles wisst Ihr besser. Und das reibt Ihr einem unter die Nase. Das strahlt Ihr einem entgegen. Dazu bombardiert Ihr einen mit Worten. Ihr überlegt Euch und fragt überall herum, wie man mich am besten austricksen und überrumpeln und gefügig machen kann. Wundert es Euch da nicht, wenn ich als GEIST vor soviel Ignoranz, Überheblichkeit und Stumpfsinn die Flucht ergreife und mich zurückziehe? Und Euch selbst all den Schwierigkeiten überlasse, die Ihr mir - und damit EUCH SELBST - dauernd macht?
      Als Ich-kann-Schule-Lehrer suche ich mich im Problemfall immer zuerst in die Lage der betroffenen TALENTE zu versetzen, denn nur sie sind es, die das Problem lösen können. Darum muss ich sie verstehen lernen, wenn ich was von ihnen will. Und ich muss lernen, mit ihnen so umzugehen, dass sie gerne alles für mich tun. DRUCK, den die Pädagogik in der Du-musst-Schule anwendet und im Misserfolgsfalle auch noch steigert, DRÜCKT WEG. Das ist keine Lösung sondern das Gegenteil davon. Der große Erfolg unserer aktuellen Pädagogik liegt auch genau darin, dass sie mit immer mehr Aufwand sich selbst und die von ihr Betroffenen ruiniert: sie erreicht immer mehr das Gegenteil und schuld sind immer die andern.
      Wenn ich also zum Ziel und nicht immer weiter davon wegkommen will, dann muss ich aufhören, die Geistes- und Seelenkräfte wie einen bösen Feind zu behandeln und täglich zu quälen. Erstes Ziel der neuen Ich-kann-Schule ist es, dass jeder Mensch in der Schule der beste Freund aller seiner 5000 Talente wird. Stell Dir mal vor: Du gehst mit 5000 Freunden durch die Stadt und die strahlen alle aus: "Das ist unser bester Freund und wir sind alle seine besten Freunde!" Spürst Du, wie das wirkt? Und was das in allen Talenten in allen Menschen, denen es noch nicht so gut geht, auslöst?
      So, und jetzt stell Dir vor, Dein Sohn setzt sich heute hin, bittet seine 5000 Talente für die bisherige Vernachlässigung um Verzeihung, bestätigt ihnen ihre Güte und bittet sie um Hilfe Würdest Du da nicht selbst, wenn Du ein Talent Deines Sohnes wärest, tief einatmen und wachsen wie ein Riese, wenn Du solche Worte hörst?
      Für den Körper isst Dein Sohn doch auch mehrmals am Tag. Seine Seele und seinen Geist, wenn er die endlich stärkt, sind nicht nur die Probleme gelöst, dieren betroffene Kräfte ihm bereits Notsignale gegen. Da kann er noch weit über sich hinauswachsen und noch ganz andere Probleme lösen. Eine einfache Umkehr im Denken vom Ich-muss zum Ich-kann lenkt die Kräfte in neue Bahnen. Ich freue mich auf Euren Erfolg.
      Franz Josef Neffe
      Franz Josef Neffe
      Immer wenn ich nichts im Kopf habe, ist die Gefahr besonders groß, dass mir was einfällt.
    • Re: IKS: Nicht nur den Körper füttern sondern auch Seele und Gei

      "Franz Josef Neffe" schrieb:

      Wundert es Euch da nicht, wenn ich als GEIST vor soviel Ignoranz, Überheblichkeit und Stumpfsinn die Flucht ergreife und mich zurückziehe?


      Huibuh! Oder reden wir hier doch eher von "The Exorcist"? In the name of the Lord I compel you?" :lol:

      Ne "sorry, aber ich kann den Quatsch echt nicht mehr ernst nehmen" le
      Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too? - Douglas Adams