Springen??????????

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    • Springen??????????

      Meine Tochter 12/01 ist letztes Jahr eingeschult worden. Sie wurde mit 4 getestet. Es kam HB heraus. Ich weiß, sie war zu jung und der Test sagt nicht sehr viel aus.
      Sie ist hochmotiviert in die 1. Klasse gegangen als Pflichtkind. Weihnachten konnte sie lesen und schreiben, Rechnen im 10er Bereich war kein Problem. Sie wollte unbedingt Schreibschrift lernen. Habe zu Hause mit ihrem Namen angefangen. In der Schule wäre das undenkbar gewesen. Als sie stolz auf einem Arbeitsblatt ihren Namen in Schreibschrift schrieb wurde sie von der Lehrerin getadelt, daß sie das lassen solle. Die Klasse sei noch nicht soweit. Damit war das Thema Schreibschrift zu Hause abgegessen. Sie wollte nicht mehr.
      Sie hat sich zu Weihnachten "Hexe Lilli" Bücher gewünscht. Hat auch 4 erhalten. Als sie in der Klasse etwas daraus vorlesen wollte, durfte sie nicht. Die Klasse ist noch nicht soweit. Die Bücher liegen ungelesen im Regal. Sie möchte auch nicht, daß ich sie ihr vorlese.
      War beim schulpsychologischem Dienst wegen Springen. Die halten sich total raus. Die Lehrerin möchte sie nicht springen lassen, da sie noch keine Schreibschrift kann. Meine Tochter sagte wörtlich zu mir: Ich bin noch nicht soweit.
      Ich weiß nicht, was ich machen soll. Sie hat die Intelligenz und das Wissen um zu springen. Sie möchte nicht mehr lernen. Sie hat die Lust total verloren. Die Lehrerin ist die totale Bremse nach meiner Meinung.
      Im Rechnen wurde heute erst angefangen über 10 zu rechnen. Das Lernlevel in der Klasse ist nicht sonderlich hoch.
      Möchte meine Tochter auch auf gar keinen Fall überfordern. Sie schraubt sich aber immer mehr zurück. Mit älteren Kindern kommt sie auch viel besser klar, als mit Gleichaltrigen.
      Ich bin total verunsichert.
      LG
      Karola
      Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
      Sokrates, 469v. Chr.
    • Vielleicht kann sie ja versuchsweise einige Stunden in der 2. Klasse besuchen - um herauszufinden, ob sie mit der Arbeitsweise dort zurecht kommt, ob sie im Tempo mithalten kann, etc.
      An der GS meiner Kinder haben das in den letzten Jahren einige Kinder gemacht - manche sind danach ganz gesprungen; von 2 Kindern weiß ich aber auch, dass sich dabei herausgestellt hat, dass sie doch besser in ihrer Klasse bleiben.

      Sprich nochmal in Ruhe mit der Lehrerin - vielleicht kann sie sich ja auf ein "Probe - Springen" einlassen.

      Nina
    • Springen??????????

      Vielen Dank für Deinen Vorschlag. Aber leider geht das nicht an dieser Schule.
      Habe der Lehrerin schon diesen Vorschlag gemacht. Wurde abgelehnt. Entweder ganz oder gar nicht.
      Heute morgen hatte meine Kleine keine Lust auf Schule, weil es so langweilig ist. Sie weigert sich aber kategorisch etwas mehr zu lernen :( Sie möchte nicht springen, weil ihr Kopf und ihr Körper noch nicht so weit sind. Und so etwas sagt mir meine 6jährige Tochter. Das kann doch nur von der Lehrerin kommen. Solche Worte sagt sie sonst nicht. Vielleicht ist doof, habe keine Lust usw.
      Vielleicht lasse ich sie nochmals testen um etwas mehr Sicherheit für mich zu haben und dann etwas in er Hand haben um einen Sprung durchzusetzen.
      Von einem Schulwechsel halte ich nichts, da meine Tochter sehr sozial ist und ihre Freunde braucht. Die nächste Schule wäre einfach zu weit und dementsprechend auch die Mitschüler.
      LG
      Karola
      Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
      Sokrates, 469v. Chr.
    • Hallo Karola,

      Die Lehrerin ist in dem Thema offensichtlich nicht fit und hat recht festgefahrene Ansichten.
      Und Du möchtest einen Schulwechsel (was ist mit einem Klassenwechsel?) vermeiden.
      Tja, und die Möglichkeiten, Lehrer zu beeinflussen, sind sehr begrenzt. Schon weil alle Eltern etwas anderes von ihnen wollen.
      Wo soll da die Lösung liegen? Weiß die Lehrerin von der HB? Möchtest Du sie mit "lehrertauglichen" Broschüren versorgen?

      Also wenn Du die Lehrerin mit einem neuen HB-Test konfrontierst, um ihr etwas zu "beweisen", dann werden die Probleme m.E. erheblich zunehmen.
      Warum wurde der HB-Test mit 4 eigentlich durchgeführt?


      - Martin
      Chemie ist wenn es kracht und stinkt, Physik ist wenn es nicht gelingt.
    • Springen??????????

      Die Lehrerin weiß von der HB. Aber ich weiß, daß bei 4-Jährigen der Test wenig aussagekräftig ist.
      Ich habe sie damls testen lassen, auf Anraten einer Psychologin bei der Mutter-Kind-Kur. Ich dachte an ADS. Sie war aggressiv und auch sonst sehr verhaltensauffällig. Nach dem Test habe ich sie gezielt gefördert. Hatte aber bald das Gefühl, als dressiere ich ein Hündchen. Sie war wissbegierig und konnte die Buchstaben und Zahlen sehr gut umsetzen. Hat es auch verstanden. Habe dann die Förderung mehr ins musische gelegt, um nicht zu sehr der Schule vorzugreifen.
      Sie hat die Auffälligkeiten total abgelegt.
      Sie ging sehr motiviert in die Schule, bis sie nach einem Jahr ausgebremst wurde.
      Da das Level der Klasse sehr niedrig ist, denke ich, daß die Lehrerin sie gerne behalten möchte als Motivation für die Anderen. Meine eigene Unsicherheit nützt ihr dazu auch noch.
      Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
      Sokrates, 469v. Chr.
    • Wenn Du unsicher bist solltest Du Dich am besten erst mal schlau lesen. Ich würde mit den Broschüren hier anfangen:
      <!-- l --><a class="postlink-local" href="http://www.schulthemen.de/viewtopic.php?t=520">viewtopic.php?t=520</a><!-- l -->

      Tja, dann ist Fingerspitzengefühlt im Umgang mit der Lehrerin gefragt. Es gibt naturgemäß reichlich Eltern, die glauben unterforderte Kinder zu haben.

      Werden vielleicht "Lesemütter" gesucht oder kannst Du anderweitig mal im Unterricht zuschauen?
      Ich würde mal drei, vier Punkte zusammentragen, in denen sich Deine Tochter negativ entwickelt. Und einen separaten Termin (Elternsprechtag ist ungeeignet) mit der Lehrerin machen, um ihre Sicht und ihre Vorschläge noch mal dargelegt zu bekommen. Eine Broschüre würde ich da noch nicht auspacken. Wenn es gut läuft liest sie danach vielleicht eine HB-Broschüre, vielleicht aber auch nicht.


      - Martin
      Chemie ist wenn es kracht und stinkt, Physik ist wenn es nicht gelingt.
    • Hallo Karola!
      Das hört sich aber gar nicht gut an für dein Kind!!!! Also zunächst mal ist es ja egal, ob ein Kind hb ist oder nicht, denn in der ersten Klasse sitzen oft Kinder, die schon weiter sind als die anderen. Und wenn man da als Lehrer so unflexibel darauf reagiert........ ;(
      Von der ersten zur zweiten Klasse springen kann wirklich ein Problem darstellen. Ich lehne das für meine Erstklässler auch eher ab. Denn oft sind die Kinder von der Motorik noch nicht so weit. Sie haben dann große Probleme, Diktate etc. zu schreiben, weil ihnen der Schreibfluss fehlt.
      Daher ist die Idee, im Unterricht zu differenzieren oder das Kind einige Stunden pro Woche in eine zweite Klasse zu setzen (z.B. in Mathe) meistens besser.
      Mein Vorschlag an dich wäre, zunächst erneut die Lehrerin "zu nerven". Berichte ihr von deinem Kind, das jetzt völlig demotiviert zur Schule geht. Ob hb oder nicht, deine Tochter ist unterfordert und eine solche Unterforderung kann sich später durchaus in schlechten Noten äußern!
      Frag nach, ob es nicht doch die Möglichkeit gibt, dass deine Tochter stundenweise in die zweite Klasse geht. Auch das Thema Schreibschrift kann doch nicht so schwer sein! Was ist schon schlimm daran, wenn ein Kind da weiter ist als die anderen????? Dann schreibt deine Tochter eben Geschichten im Unterricht, während die anderen Buchstaben üben!!!!

      Zur Not lass dir einen Termin bei der Schulleitung geben!
      Denk an zwei Dinge:

      1. Deine Tochter hat diese Lehrerin nur ein paar Jahre, muss aber VIEL länger zur Schule!!!
      2. Wenn der Schulanfang schon so ist, wie soll das weiter gehen?????

      Mach der Lehrerin ein bisschen deine Verzweiflung klar und auch, dass du dir mehr Unterstützung von ihr wünscht!!!
      Ich drücke dir alle Daumen!
      Panama
    • Springen??????????

      Hallo, danke für Deine Antwort.
      Also, in die 2. Klasse kann sie leider nicht reinschnuppern. Entweder ganz oder gar nicht.
      Hatte heute ein Gespräch mit der Lehrerin. Sie hat mir offiziell erlaubt, daß ich Chelsy Schreibschrift beibringe(natürlich in der neuen Form). Habe ich meiner Tochter erzählt. Leider erst am Abend. Sie wollte sofort anfangen. Vielleicht ist nun der Punkt gekommen. Die Lehrerin hat ihr "ok" gegeben. Allerdings unabhängig von einem Sprung. Aber ich bin schon zufrieden, daß sie lernen will.
      Angeblich darf in Berlin die Schreibschrift erst ab der 2. Klasse gelehrt werden. Weiß ich nicht. Sagte sie mir.
      Werde mich langsam wieder an meine Tochter "rantasten". Vielleicht finde ich ihren Willen wieder. Sie möchte immer die Beste sein. Wurde mir von der Klassenlehrerin heute bescheinigt. In der 2. Klasse hätte sie diesbezüglich natürlich erstmal Schwierigkeiten. Womit ich kein Problem hätte. Ich denke, ich könnte sie auffangen.
      Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
      Sokrates, 469v. Chr.
    • Hallo Karola!

      Schreibschrift erst ab der zweiten Klasse? Kann sein, in Berlin kenne ich mich nicht aus. Bringt wohl auch nix, sich mit der Lehrerin zu "streiten"
      Schade nur, dass das jetzt quasi "Deine" Aufgabe ist, deiner Tochter das beizubrigen. Naja, aber wenigstens hat die Lehrerin das "erlaubt".
      Also wenn die so stur ist...... vielleicht hast du noch die Möglichkeit, deiner Tochter in ihrer Freizeit einen kleinen Ansporn zu geben????? Irgendwas musikalisches oder sportliches, wo sie ihren Ehrgeiz reinstecken kann???
      Das wäre noch ein Tipp von mir...... ich wünsche euch wirklich alles Gute!
      Bin imer sehr wütend, wenn Kolleginnen so unflexibel sind. Hoffe, mit der nächsten Lehrerin habt ihr mehr Glück ;)
      Immer positiv denken :)

      Panama
    • Springen??????????

      Hallo, vielen Dank für Deine Antwort.
      Seit Freitag bekommt Ch. in Mathe extra Aufgaben. Zwar nur für zu Hause, aber immerhin. Sie rechnet jetzt bis 50 in +/-. Sie ist superstolz. Im Kopf und ohne Rechenschieber. Ich sehe sie das 1.Mal Hausaufgaben machen. Zwar langweilt sie sich in der Schule noch immer, aber das ist vielleicht ein Anfang. Werde mir das noch eine Weile anschauen. Bin jetzt auf alle Fälle sehr aufmerksam.
      Ch. geht auch wieder gerne zur Schule. Ich darf ihr wieder etwas beibringen.
      LG
      Karola
      Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
      Sokrates, 469v. Chr.
    • Hallo Karola,

      dass der Test nicht so wirklich aussagekräftig ist, weißt du schon?

      Und jetzt möchtest du, dass deine Tochter springt, weil sie in der Schule nicht vorlesen darf? Und nicht Schreibschrift schreiben soll, obwohl sie schon ihren Namen schreiben kann? Ist das nicht ein bißchen heftig?

      Warum möchtest du, dass sie springt? Vielleicht könntest du das mal erklären.

      Wenn die Situation für deine Tochter nicht erträglich ist, musst du natürlich handeln. Ob ein Sprung die richtige Maßnahme ist, müsste erst noch überlegt werden. Wenn die Schule damit nicht umgehen kann und ihn entschieden ablehnt, werdet ihr nicht viel Freude dran haben, wenn ihr es gegen deren Willen durchboxt.

      In Zeiten von G8 will das zudem gut überlegt sein. Ich kenne mich in Berlin nicht so aus. Du solltest dich dort mal an eine geeignete Beratungsstelle wenden. Geht es dort nicht darum, begabte Kinder nach Klasse 4 auf ein grundständiges Gymnasium zu bringen? Was dann nicht daran scheitern sollte, dass die Leistungen nach einem Sprung im Mittelfeld stagnieren.

      Wenn du meinst, dass Handlungsbedarf besteht, solltest du dich an den zuständigen Schulpsychologen wenden. Und dich erkundigen, wo du sonst noch beraten werden kannst.

      Grüße Enja
    • Springen??????????

      Hallo Enja,
      beim Schulpsychologen war ich schon. Der meinte, dass Ch. hospitiren sollte. Macht die Schule aber nicht.
      Klar habe ich schon daran gedacht, dass sie eben ab der 5.Klasse aufs Gymnasium gehen kann. Da das Lernniveau in der Klasse aber mehr als schlecht ist, kann ich froh sein, wenn sie ab der 7. Klasse (was in Berlin "normal" ist) auf ein Gymnasium gehen kann.
      Allerdings hat sich die Lehrerin seit Freitag dazu entschlossen, dass Ch. als Hausaufgabe die Matheaufgaben der 2. Klasse bekommt. Ich sehe mein Kind das 1. Mal Hausaufgaben machen. Sie macht die nicht mit "Links", sie muß sich echt anstrengen. Es macht ihr aber Spaß, das merke ich, mit was für einem Eifer sie dabei ist. Und das ist für mich die Hauptsache. Endlich ist sie nicht mehr gelangweilt, zickig und mürrisch.
      Klar, im Unterricht langweilt sie sich noch immer, aber ich denke, sie kann das gut wegstecken.
      Mit dem Springen warte ich noch, bis sie das auch möchte. Ich zwinge nichts herbei. Werde sie aber auch nicht beeinflussen und möchte das natürlich auch nicht von der Lehrkraft.
      LG
      Karola
      Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
      Sokrates, 469v. Chr.
    • Hallo Karola,

      auch wenn das "Lernniveau" einer Klasse niedrig ist, nivellieren sich die Noten m.E. hin zu Mittelwerten. Irgendwelche Prognosen über drei Jahre hinweg würde ich dabei auch nicht machen. Du weisst nicht mal mit Sicherheit, wer morgen die Klasse unterrichtet oder die Schule leitet.

      Aber wenn Deine Tochter jetzt den Stoff der 2. Klasse mit Tempo aufholt, dann überholt sie auch den Stoff der 2. Klasse. Die Langeweile kommt also mit Wucht wieder - oder es war nur ein temporärer Entwicklungsvorsprung oder sie hat ein anderes Problem. Dafür ist sie dann die Jüngste in der Klasse.
      Trotzdem kann Springen sinnvoll sein, aber damit müsst ihr halt rechnen und ggf. umgehen können.

      Dass Du Dein Kind bei Schulthemen nicht beeinflusst halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich. Es sei denn, ihr schweigt euch mit Pokergesichtern an.


      - Martin
      Chemie ist wenn es kracht und stinkt, Physik ist wenn es nicht gelingt.
    • Bei einem Sprung kehrt die Langeweile nach ca. 6 Wochen zurück. Das ist also nur ein Mittel, um auszugleichen, wenn das Kind zu spät eingeschult wurde. Bei einer Hochbegabung "hilft" es nicht. Und Nebenwirkungen gibt es natürlich auch.

      Es ist immer wichtig, die Schullaufbahn als Ganzes zu betrachten und nicht nur nach kurzfristigen Lösungen zu gucken. Den Schulpsychologen fragst du nun, was ihr alternativ machen könnt, wenn die Schule nicht seiner Meinung ist. Das ist sonst zu billig.

      Schulen und Schulpsychologen raten heute gerne zum Sprung. Schafft ihnen ja die Arbeit vom Hals. Kind und Eltern sind dann meistens damit beschäftigt, die Folgen wieder auszubügeln und stellen nicht weiter dumme Fragen. Mit den negativen Begleiterscheinungen müssen sie sowieso selbst zurechtkommen.

      Wenn sich das Kind erst einmal drauf einstellt, dass es nur zu genießen ist und nur vernünftig arbeitet, wenn der Stoff brandneu und spannend ist, kann das der Start in eine typische Underachiever-Karriere sein, in der es sich mehr und mehr verweigert, Dinge einzuüben, die eingeübt werden müssen. Ist ja nicht so faszinierend wie immer wieder neue Herausforderungen.

      Grüße Enja
    • Erstens: Was soll der Quatsch, in Berlin dürfe man mit der Schreibschrift erst in der 2. anfangen? Das würd ich mir von der Dame schriftlich geben lassen. So ein Stuss! Kann natürlich sein, dass das i.a. erst in der 2. behandelt wird, aber es ist mit Sicherheit kein Verbrechen! Das würd ich mir als Mutter auch nicht einreden lassen!

      Dass das Kind nicht vorlesen darf, finde ich ziemlich schlimm, auch wenn es sich für uns Erwachsene geradezu lächerlich anhört. Jedes Kind hat ein Recht darauf, dass seine Leistungen gewürdigt werden. In der Beziehung hatten wir immer Glück: Mein Sohn hat mal vorsichtig angefragt, ob er mal was zeigen darf - und die Lehrer waren völlig gerührt. Ich z.b. durfte früher - ich glaub, ich war in der 1. die Einzige, die schon lesen konnte - jeden Morgen einen Witz aus einem Buch vorlesen. Das war ein Ritual: Ich war stolz, und die anderen Kinder hatten was zu lachen.

      Zweitens: Auch wenn man das immer so liest: Ich würde nicht pauschal sagen, dass Springen nicht bei Hochbegabung "hilft": Ich kenne Kinder, die in ihren ursprünglichen Klassen den Clown gespielt haben oder aggressiv waren, weil sie einfach am falschen Ort waren. Denen geht es nach dem Sprung wirklich besser. Allerdings sind die nun auch nicht mehr die Genies der Klasse, sondern einfach "nur" gut. Ich weiß aber, dass das oft nicht funktionieren soll, wollte aber nur mal ein Gegenbeispiel liefern.
    • Re: Springen??????????

      Karola es muss nicht sein, dass es so bleibt.
      Meine Kinder hatten in den 1. Klassen auch Probleme mit dem angebotenen Unterrichtsstoff und ich denke sie sind nicht HB und auch keine Überflieger.
      Beide wurden als Pflichtkinder mit knapp 7 Jahren eingeschult - bei dem Jüngeren habe ich es am Anfang bereut ihn nicht als Kannkind in die Schule gegeben zu haben. Meinen Großen hätte man nicht eingeschult er brauchte das Jahr noch wegen seinen Sprachproblemen. Allerdings erwiesen sich beide Leherinnen auch als Bremsklötze. Gut die Kinder hatten eine gute Vorschule, die haben viel gemacht - zu viel für dieses Schulsystem.
      Mein großes Kind meinte er kann nicht mehr bis 20 rechnen - sie dürfen nur bis 10. Er konnte es in der Vorschulzeit fehlerfrei! Es gab ständig Tränen deshalb, aber es war alles noch harmlos. Obwohl bei dem Kind Fibel und Mathebuch durchaus anspruchsvoll genug waren (Volk und Wissen) und in Deutsch fingen sie noch mit Schreibschrift an. Das Kind kannte nicht alle Buchstaben

      Bei meinem Jüngeren habe ich überlegt ihn als Kannkind einzuschulen, ich habe mich wegen seinem nächtlichen Problem aber dagegen entschieden, auch weil von seinen Freunden die Kannkinder waren keins in die Schule geschickt wurde. Nach 3 Schultagen erklärte mir mein Kind, es möchte in den Kindergarten gehen, da könne er sich wenigstens mit Dingen beschäftigen die ihm Spass machen würden. Schule sei langweilig und auf Entchen zählen hätte er nun mal keine Lust - das Buch wäre Schrott (Mathevorkurs - Inhalte für die Vorschule) er kann das. In Deutsch sah es nicht besser aus - auch mit der Fibel - unter aller Kanone. Er kannte alle Buchstaben konnte sie nur nicht zusammenziehen als Wort, das hat er aber auch in einer Deutschstunde an dem Wort "am" begriffen.
      Jeden Morgen Kampf krampf das Kind in die Schule zu bewegen, drohen mit der Polizei... Von Springen oder Zusatzaufgaben wollte die Lehrerin nichts wissen. Ich denke mein Kind hat sich aus dem Schulunterricht im 1. Halbjahr ausgeklingt, seine Aufgaben gemacht und Schluss. In den Herbstferien Kinderbücher gelesen. Texte für die Schule einmal gelesen mit mir und ansonsten die anspruchsvollere Fibel seines Bruders zu üben bekommen. Und diverse Kinderbücher zum Lesen. Zu Hause haben wir uns auf andere Dinge konzentriert. Gut die Lehrerin hatte später mit einigen Kindern ein einsehen und zwang sie nicht mehr zu Heften mit Hilfslinien.
      Heute ist er Schüler einer 9. Klasse im Gymnasium trotz G6 mit guten Noten meistens. Obwohl er heute noch sagt, dass seine Mitschüler nerven. Ja ich hätte ihm auf ein grundständiges Gymnasium schicken sollen - mein Fehler - aber ich hatte Kind rum - da kam die Schulgesetzänderung und er meinte er hat dann nichts davon und er wolle in der Grundschulklasse bleiben und er wüsste nicht wie es mit Oma weitergeht (sie lag im Sterben). Gut seine Klassenlehrerin hat Binnendifferenzierung gemacht und der Mathelehrer hat den pot. Gymkindern Nüsse zum Knacken gegeben. Er hat sich in der Zeit mit Buch Schach beigebracht und sich eigentlich eine Schule gesucht in der er Schach als AG machen kann, sich wegen dem mehr Unterricht nicht angemeldet, weil er zu der Zeit Unterricht hatte.

      Lenila - ich denke es ist in Berlin mit der Schreibschrift so - bei meinem Jüngeren wurde geändert und erst zum Ende der 1. Klasse begonnen damit - auch sollten die Kinderlein mit dicken Buntstiften in die Schule kommen. Kind hat mir einen Vogel gezeigt und gemeint er malt nicht mit Babystiften - musste er nicht.