Kinder dürfen in 2.ten Klasse machen was sie wollen, Information an Eltern werden nicht weiter gegeben

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    • Kinder dürfen in 2.ten Klasse machen was sie wollen, Information an Eltern werden nicht weiter gegeben

      Hallo,

      ich hoffe das Thema passt hier rein.

      es gibt 2 Dinge, wo ich einfach nicht weiß, ob dies heutzutage so in Ordnung ist oder ob man Hilfe beim Schulamt suchen sollte.

      Das erste Problem ist das meine Tochter (weiß es aber auch von mind. 1 anderen Elternteil), den Unterricht zum Teil komplett verweigert, auch Tagelang! Beim Elterngespräch wird man gefragt ob man eine Idee hat was man tun kann dagegen.
      Also für mich ist es unverständlich das man in einer 2ten Klasse den Kindern das so durch gehen lässt. Sie macht das nicht aus Trotz weil sie kein Bock hat, vermutlich eher weil es psych. Probleme heim gibt wo sie lebt (habe sie nur am WE bei mir). Ich habe schon mehrfach versucht ein Gespräch zu suchen mit der Lehrerin und der Direktorin wo ich meine Sorgen mitteilen will. Leider will man sich da raus halten oder man kann dies nur gemeinsam mit den anderen Elternteil beim Elterngespräch mitteilen. Gerne will ich aber dies unter 4 Augen besprechen, was einfach nicht machbar ist in der Schule. Ich habe das Gefühl die Schule hält sich bei solchen Problemen komplett raus. Mir ist klar das denen egal ist was unter Eltern ab geht, aber das die Kinder halt machen können was sie wollen verstehe ich nicht. Da muss man doch als Lehrer auch mal etwas direkter werden müssen zu den Kindern wenn die nur rum sitzen oder?

      Das zweite Problem ist, das ich von der Schule praktisch 0 informiert werde immer was es Neues gibt in der Schule, besondere Gespräche, Arztbesuche, wie jetzt Arbeitsverweigerung usw. Ich habe mit das Sorgerecht. Die Direktorin meint aber das die Schule nur einen Elternteil die Informationen immer zukommen lassen muss da man sich nicht die Arbeit macht beide Eltern zu informieren wenn diese getrennt leben. Selbst dem Zeugnis mußte ich 3 Monate hinterher rennen bevor ich es bekommen habe. Ist die Rechtslage wirklich so das nur ein Elternteil immer über alles "Wichtige" informiert werden muss und der Rest das Problem der Eltern ist wenn der eine es den anderen nicht mitteilt bei hochstrittigen Eltern?
    • Tracid81 schrieb:

      Gerne will ich aber dies unter 4 Augen besprechen, was einfach nicht machbar ist in der Schule. Ich habe das Gefühl die Schule hält sich bei solchen Problemen komplett raus. Mir ist klar das denen egal ist was unter Eltern ab geht,[..]
      Egal ist es der Schule eher nicht, weil sie mit den Ergebnissen in Gestalt der Verhaltensauffälligkeiten der Tochter jeden Tag konfrontiert werden und es in Elterngesprächen ja auch schon angesprochen wurde.

      Es ist "the oldest story in the book", die vermeintlich schlechten Schulleistungen und/oder Schulprobleme zum Anlass zu nehmen, der Gegenseite Erziehungsdefizite zu unterstellen und in der Folge das gemeinsame Sorgerecht gerichtlich zu torpedieren. Dazu ist Schule nicht da.

      Die Schule wird daher drauf Wert legen wollen, nicht parteiisch zu erscheinen. Wenn das gemeinsame Sorgerecht gilt, muss es auch gemeinsam gegenüber der Schule ausgeübt werden. Letzten Endes geht es ja nicht nur um den Informationsfluss, sondern in der anderen Richtung unvermeidlich irgendwann auch um Entscheidungen (bzgl. der zukünftigen Schullaufbahn der Tochter zum Beispiel). Mit anderen Worten: gemeinsames Sorgerecht bedeutet zwingend Kooperation der Sorgerechtsinhaber in schulischen Belangen.

      Wie diese Kooperation funktionieren kann ist Aufgabe der Sorgerechtsinhaber, nicht der Schule