Hochbegabung ansprechen

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    • Hochbegabung ansprechen

      Guten Tag,

      es geht um meinen Sohn (7).

      Er hat jetzt die erste Klasse einer staatiichen kirchlichen Schule besucht.

      Da ich ihn bereits im Kindergarten und nun in der Schule als stark unterfordert gesehen habe, habe ich einen IQ Test (K-ABC) von einem renommierten Experten durchführen lassen. Vorausgegangen war, dass die klassenlehrerin auf meine Anregung, ihm "mehr" anzubieten, kaum und nur kurz, eigentlich garnicht, reagiert hat. Stattdessen hat sie sein Verhalten als defizitär wahrgenommen (freundet sich nicht unbedingt mit den Jungs in seinem Alter an - sucht sich "eigene" Freunde, kann sich oft nicht längere Zeit konzentrieren - da die Dinge zu langweilig sind).

      Er hat einen IQ in den Fähoigkeiten homogen bei 145-150. Die Fertigkeiten werden nicht soo hoch bewertet, weil eben noch keine Anforderungen (wenig, zumindest in der Schule) an ihn gestellt wurden, die seinem Niveau entsprechen. Das heißt, er kann Denken wie ein 13-jähriger.

      Er fällt aus der Norm, klar, denn die Masse der Kinder ist im Normbereich. Daher ist er intelligenter als 999 andere, im Schnitt.

      Das schreibe ich, weil es mir um sein Wohl geht. Ich möchte, dass er motiviert ist und selbstbewusst, und das ist "so" nicht möglich.

      Daher, es ist eine Eingangsstufe (1.+2.) möchte ich, dass er die 2. überspringt. Er "muss", auch laut Aussage des testenden Psychologen.

      Das Zeugnis hat eher einen negativen Tenor. In Mathe ht er alle Lernziele erreicht (kann aber auch ganz anderes, zB Multiplikation und Division), in Deutsch hat er noch nicht genug lesen und schreiben geübt, da er nicht motiviert war. Das machen wir jetzt aber und es geht auch ganz schnell.

      Nun meine FRAGE (neben einer Einschätzung, gerne):

      Kann ich die Lehrer in den Ferien asprechen? Wie werden die reagieren? 2. Klasse geht wirklich garnicht!!!!

      Vielen Dank
    • Ich weiß nicht, in welchem Bundesland du bist. Oft ist das Sekretariat noch am Ende eines Schuljahrs und ein paar Tage vor Beginn des Schuljahrs geöffnet und die Schulleitung anwesend.
      Du könntest dir einen Termin geben lassen und dein Anliegen vortragen.
      Es gibt Fristen und Formalien (z.B. in Bayern ist es ein Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz) , die beim Überspringen und freiwilligem Wiederholen einzuhalten sind, das regelt das Schulgesetz des jeweiligen Bundeslandes.

      Als Nächstes würde ich das im Vorfeld wirklich in Ruhe mit allen Beteiligten besprechen und auch die Lehrkraft dazu hören - nicht nur den Psychologen, der nur das Kognitive getestet hat. Am besten sucht ihr zusammen nach der besten Lösung für dein Kind.
      Es ist schwierig, ein hochbegabtes Kind zu haben, denn oft hinkt die emotionale Intelligenz hinterher und es ist altersgemäß bei älteren Schülern von der emotionalen Reife her überfordert. Meine Nachbarin hat das mit ihrem hochbegabten Kind, der inzwischen an seiner Doktorarbeit schreibt, ganz schlau gemacht: Sie beließ ihn in der Klasse, unterstützte aber sämtliche Freizeitaktivitäten: vom Sport bis hin zum Schachclub.
      Kann dein Sohn sich gut organisieren und hat er Durchhaltevermögen beim Arbeiten? Wie sieht es mit seinem Arbeitsverhalten in der Gruppe aus? Ich würde auf jeden Fall auch auf diese Fähigkeiten schauen, sonst kann er seine Begabungen gar nicht richtig zeigen.