Fragwürdiges Verhalten eines Lehrer - Möglich ihn im nächsten Semester nicht zu bekommen?

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    • Fragwürdiges Verhalten eines Lehrer - Möglich ihn im nächsten Semester nicht zu bekommen?

      Hallo liebes Forum,

      da jetzt mein Semester zuende ist und Sommerferien bald beginnen, möchte ich gerne gegen einen Lehrer vorgehen.
      Ich gehe in das zweite Semster einer Abendrealschule und im Namen meiner Klasse, möchte ich mit der Schulleitung nächste Woche über einen möglichen Lehrerwechsel reden.
      Ich würde vorab aber gerne ein paar Meinungen einholen, ob das sinnvoll ist und wie erfolgreich ich dabei sein könnte.
      Die Abendrealschule ist der 2. Bildungsweg, also sind auch ungefähr 60-70% der Leute dort beeinträchtigt.
      So nun mal ein paar Infos zu dem Lehrer, welcher auch der Semsterleiter ist, den ich mal Herrn X nennen werde.

      Er gehört zu der etwas älteren Generation und wird auch in 1 1/2 Jahren in den Ruhestand gehen. Soweit ich weiß, war er auch früher beim Militär.
      Er hat eine ziemliche anti-alles Haltung und zeigt das auch ohne sich zu scheuen.
      Wir nehmen in Deutsch Texte von 19xx durch und nicht für eine Gedichtsanalyse, sondern für eine Sachtextanalye bzw. ein Bewerbungsschreiben.
      Diese Texte sind nicht nur veraltet, sondern mindern auch erheblich das Interesse der Klasse an dem Unterricht.
      Er hat uns schon einige Male als "Waschlappen", "faul und naiv" und auch als dumm bezeichnet. Dies finde ich bei dieser Schulform nicht angebracht, da viele schon so einige Probleme von Zuhase mitbringen und eine gewisse Minderbelastbarkeit aufweisen.
      Die Arbeiten werden meiner Meinung nach sehr unfair bewertet, vorallem Ausdruckfehler.
      Ich habe zb geschrieben "Ich finde den Gedanken an die Kinder richtig", was aber als Ausdruckfehler markiert wurde und zu "Ich finde die Rücksichtnahme auf die Kinder richtig" korrigiert. Meiner Meinung nach ist das eine subjektive Bewertung und kein Fehler meinerseits.
      Er stellt öfter Schüler bloß. Auch welche, die wegen ihrer Arbeit mal später kommen. So sollen sie zb ihre Kappe abnehmen oder wieder gehen, obwohl mehrer in der Klasse mit einer Kappe auf sitzen. In meinen Augen ist das pädagogisch absolut nicht in Ordnung.
      Am letzten Schultag wird normalerweise der Unterricht reflektiert, aber er hat darauf verzichtet. Seiner Meinung nach, kann er sich die ganzen Bewertungen sparen, von wegen er sei subjektiv und unfair in der Benotung und zu harsch den Schülern gegenüber.
      Die Rückmeldung hat er also scheinbar schon einige Male bekommen.
      Er bewertet eigene Meinungen in einer Sachtextanalyse ebenfalls als komplett falsch, wenn er eine andere Meinung dabei hat.

      Ich möchte diesen Lehrer nicht von der Schule befördern, aber wenigstens aus meiner Klasse verbannen.
      Und das im Interesse meiner ganzen Klasse.

      Ist dies möglich, hat jemand schon Erfahrungen damit?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eistee01 ()

    • Theoretisch ist das möglich, praktisch hört es sich schwierig an. Deiner Schilderung nach ist er derartig beschrieben in der Schule bereits hinlänglich bekannt. Dazu kommt, dass er in anderthalb Jahren in Pension geht. Im letzten Jahr wird da kein Fass mehr aufgemacht, wenn es sich nicht vermeiden lässt, noch dazu, wenn er Semesterleiter ist. Das was du beschreibst, ist nicht schön, sind aber keine ausreichenden Einzelgründe für einen Wechsel. Die Masse macht es halt. Aber die nachzuweisen wird schwer.

      Egal wie du dich entscheidest: Sieh zu, dass du nicht allein bei der SL aufschlägst. Besorg dir alle Unterschriften der Klasse unter die Anfrage (nicht Forderung!), hinterlege das mit einem Protokoll (Tag, Uhrzeit, Vorfall/Äußerung) und überleg dir gut, was du da reinschreibst. Nicht alles, was aus dem Kontext gerissen irgendwo niedergeschrieben wird, liest sich hinterher vom Blatt als so problematisch, wie man es gehört hat. Deine Beispiele da oben sind für mich zB. nicht kritisch. Sie sind nicht schön, aber für einen Fallstrick reichen sie mMn nicht.

      Du musst dir auch überlegen, ob der Weg zur SL der Richtige ist. Der erste Weg wäre Kontakt mit diesem Lehrer aufzunehmen. Was da bereits gelaufen ist, schreibst du nicht.

      Und natürlich reden wir hier über eine Abendrealschule. Ich gehe davon aus, ihr seid mehrheitlich keine Kinder/Jugendlichen mehr? Mit "pädagogischer Richtigkeit" zu argumentieren empfinde ich da als Schuss ins eigene Knie. Du magst gewisse Vorgänge vielleicht als "pädagogisch nicht in Ordnung" empfinden. Auf der anderen Seite werden Leute sitzen, die sich als Experten auf dem Gebiet bezeichnen und ihre diesbezüglichen Ansichten von den eigenen Empfindlichkeiten unabhängig begründen werden - weil das ihr Beruf schon immer erfordert hat. Solche Bezeichnungen sind Einfallstore, deinen Standpunkt zu zerfetzen.