Von Realschule auf Hauptschule?

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    • Von Realschule auf Hauptschule?

      Hallo,
      unser Sohn (14) besucht die 7 Realschulklasse hier in Hessen. Seine Grundschulzeit hat es eher mittelmäßig geschafft und trotz alle dem die Empfehlung für die Realschule (In der selben Schule) erhalten. Nun hat er seit ende der 4. Klasse eine (vom KA) diagnostizierte ADS (nicht ADHS).
      Problem bei ihm ist hauptsächlich das er Zuhause gut lernt und die Themen auch ganz gut beherrscht. In der Schule dann im Test oder in der Arbeit eher mittelmäßig oder schlecht abschneidet und sich sehr schwer mit der mündlichen Mitarbeit tut. Nun unterstützen wir ihn wo wir können und ermutigen ihn immer wieder und das hat ihn auch dorthin gebracht wo er nun ist.. 7. Kl. Realschule. Gute Noten sind auch ab und zu dabei, jedoch ist das Gros doch die schlechteren Noten). Nun nach den Halbjahreszeugnis (5 in Englisch, andere 2 Hauptfächer D + M jew. 4) haben wir eine Besprechung mit der Klassenlehrerin. Thema evtl. Nachteilsausgleich/Förderplan und 'Schullaufbahnberatung'. Letzteres macht mir Kummer. Könnte das heißen das er soll lieber auf die Hauptschule gehen?
      Kann man sich diesem verweigern? Wären mögliche 'Lösungen' nicht Wiederholung, Nachteilsausgleich/Förderplan? Ehrlich gesagt geht mir das ganze echt nahe, denn ich erkenne mich selbst in ihm wieder. Meine Schulzeit war genauso.
      Gibt hier einige mit ähnlicher Erfahrung(en).

      Edit:
      Ok. Es wird nun so sein -erstmal- das er eine Art (zunächst geringste Stufe) Nachteilsausgleich bzw. Förderplan erhält. Heißt, er bekommt für Tests/Arbeiten, in Englisch längere Bearbeitungszeit, in Mathe 'abgespeckte' bzw. weniger Aufgaben. Das gleiche in Deutsch. Dies läuft bis Mai bis zur nächsten Klassen/Notenkonferenz. Sollten bis dahin diese 'Vorteile' nicht den gewünschten Erfolg bringen, wird das ganze 'angehoben' heißt der Nachteilsausgleich wird angehoben. Sollte dies alles auch nichts bringen, müssen wir ein Schulformwechsel (--> Hauptschule) in erwägung ziehen.
      Ich kann mich nicht erinnern, je etwas vergessen zu haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von OliB ()

    • Deine Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es kommen ja verschiedene Dinge zusammen. Neben dem ADS auch die beginnende Pubertät. Letztendlich ist auch die Frage, was dein Sohn wirklich will.

      Eine gute Hauptschule kann auch eine gute Option sein für die nächsten Jahre, wenn denn dort individuell gefördert wird und das soziale Umfeld stimmt. Das könnt ihr euch nur vor Ort anschauen. Danach kann man nach der 9 wieder auf die Realschule oder später, bei entsprechenden Leistungen auch in die gymnasiale Oberstufe.

      Die Frage ist wirklich, in welchem Umfeld sich euer Sohn am besten entwickeln kann. Wo hat er das Gefühl, anerkannt zu sein und dem Leistungsdruck gerecht zu werden.

      Ich denke, ich würde mal abwarten, mich aber parallel mal über die Hauptschulen informieren. Wichtig ist, dass euer Sohn merkt, dass ihr für ihn da seid, egel, wie er schulisch "performt". Die schwierigen Jahre kommen nämlich jetzt erst noch.

      Alles Gute
      Ubi
      Jeder nach seinen Möglichkeiten!
    • Hallo,
      Neues:
      Nun hat unser Sohn in den Hauptfächern Engl. + Deutsch eine 5, sowie in PoWi eine 4-. Dies wurde uns nun in einem Brief mit dem Hinweis das, wenn es so bleibt, eine versetzung ausgeschlossen ist.
      Im Vorfeld dessen, wurde unserem Sohn aufgrund ADS und seiner schulischen Leistungen eine Art Nachzeilsausglrich eingeräumt. Heißt in den Hauptfächern entweder mehr Bearbeitungszeit oder reduzierter Aufgabenumfang. Das war im Februar. Es wurde dort aber auch gesagt, dass wenn seine Leistungen bis Mitte/Ende Mai nicht besser werden, bei der dann stattfindenden Konferenz die Empfehlung für den Hauptschulzweig gemacht wird. Zumindest in Englisch hat er die letzten Voc-Tests mit 2 und die letzte Arbeit mit 3 gemacht. Mündlich ist aber nach wie vor sein riesen Manko, denn er ist seeehr ruhig und die Noten setzten sich 50/50 zusammen. Nun wieder die zwei fünfen, da ja die Leistungen aus dem ersten Halbjahr auch herangezogen werden. (Bescheuert.. wie soll sich da jemand in so kurzer Zeit so stark verbessern??) Nun die Überlegung von uns, eine freiwillige Wiederholung der 7. zu machen. Fragen:
      1 - würde er dann erst nach den Sommerferien in die (neue) 7. kommen oder schon vorher in die 6. (die dann die 7. wird)?
      2 - Wiederholung sinnvoll oder Hauptschulzweig ( bei Hauptschule müsster er aber die Schule wechseln, da in DIESER Hauptschulklasse zu viele Chaoten sind, weshalb ich ihn dann in dieser Klasse möglichst nicht haben möchte).
      3 - Weiter in dieser 7.Klasse kämpfen mit der Hoffnung das er es noch packt. (er bekommt nun in Deutsch und Engl. Nachhilfe, Mathe mit Mutti.. die ist super in Mathe).
      Und - MÜSSEN wir einer Querversetzung zustimmen? Denn nach letzter Klassenkonferenz haben wir nun ein Schreiben bekommen das dies beschlossen wurde.. "Empfehlung der Klassenkonferenz".
      Sind hier Mitglieder mit Erfahrung oder Lehrer die Antworten können?
      Ich kann mich nicht erinnern, je etwas vergessen zu haben.