Vorwurf Alkoholmissbrauch

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    • Vorwurf Alkoholmissbrauch

      Hallo!

      Hoffe hier im Board evt. Tipps im Umgang mit (für mich) seltsamen Anschuldigungen seitens der Schule (Gymnasium, 10Klasse) zu bekommen.

      15Tage!!! nach einer Klassenfahrt bekommen wir einen Anruf der Schule, dass unsere Tochter am letzten Abend der Fahrt Alkohol zu sich genommen haben soll.
      Weitere 10Tage später (25Tage!!! nach der Rückkehr) wird telefonisch der Vorwurf um Tablettenmissbrauch erweitert.

      Da in der nächsten Woche eine Schulkonferenz aus diesem Grund anberaumt wurde, möchte ich gern wissen ob derart lange Zeiten üblich sind?
      ...abgesehen von tausend anderen Fragen die durch solche Vorwürfe auch innerhalb der Familie entstehen und vieles in Frage stellen bezgl. der Glaubwürdigkeit des eigenen Kindes dass in Elternaugen (nicht den blinden :-)) unschuldig da steht...

      Die Anschuldigungen wären bewiesen lt. tel. Gespräch mit dem Rektor, diese Beweise würden uns aber nicht näher erläutert !?
      Vorangegangene 4 Augengespräche zwischen Lehrer/Schüler/innen in denen jeweils dem Schüler "Straffreiheit" versprochen wurde wenn gegen den/die Andere "ausgepackt" würde, hinterlassen bei uns sehr seltsames Unbehagen.

      Herzliche Grüße aus NRW, Karla
    • Das kann ich mir gut vorstellen. Tut mir leid für euch.
      Wenn ein weiteres Nachfragen nach der Beweislage - du kannst ja als Argument anführen, dass du dich auf das Gespräch auch gern gescheit vorbereiten möchtest - nichts bringt, wird dir allerdings nichts anderes übrig bleiben, als abzuwarten, was bei der Klassenkonferenz rauskommt. Manchmal hat es Gründe, warum da vorher nichts gesagt wird.

      Leider ist die Unschuldsvermutung der Eltern (die ja erstmal auch gut und richtig ist) manchmal kein Indikator für tatsächliche Unschuld. Dann muss die Familie damit umgehen, das ist schon sehr anstrengend. Besonders ätzend, wenn es sich so zieht - was eher ungwöhnlich ist, ich kenne das nur selten, wenn man halt aus diversen Gründen die Kollegen nicht an einen Tisch bekommt - der eine hat da Konferenz, der andere schreibt da ne Arbeit, ann ist der nächste auf Exkursion...
    • Ein gesundes Misstrauen dem eigenem Nachwuchs gegenüber ist schon vorhanden, allerdings liegen die Vorwürfe sehr nebulös.
      MÜSSEN uns die Beweise "vorgelegt werden"???.... und viel wichtiger ist es für uns zu erfahren ob diese von Schülern oder Erwachsenen stammen!
      Es gab da Geschichten von ausgeladenen Mitschülern die in jüngerer Vergangenheit ohne Einladung mehrmals privat ankamen und von unserer Tochter hinauskomplimentiert wurden, evt. ein Ansatz von dem der Rektor nichts mitbekommen hat...evt. eine Retourkutsche....ja, ich klammer mich an einen Strohhalm :)
      Unangenehm auf jeden Fall, aber man wächst ja mit den Aufgaben...
    • Da ihr nicht vor Gericht seid, muss die Schule gar nix. Aber ich finde deine Bedenken sehr nachvollziehbar, vielleicht sieht das dein Rektor auch so und tut es halt einfach bei erneuter Nachfrage? Ich würde es probieren. Ansonsten hilft halt nix außer abwarten und hoffen, dass die Tochter euch nicht erhebliche Teile der Story vorenthalten hat und dass sich das Ganze klären lässt.
      Für die Eltern sind Klassenkonferenzen in solchen Fällen (also in Fällen vorenthaltener Sachlagen) am allerschlimmsten - mir tut das immer dermaßen leid, wenn dann bei einer solchen Konferenz sowas zum Vorschein kommt und Enttäuschung und Fassungslosigkeit zu sehen sind :(
      Ich drück die Daumen, dass das bei euch anders läuft!
    • als Rückmeldung und zur Info:
      5Schüler/innen belasteten in Gesprächen mit den Lehrern vorab unsere Tochter, Lehrer hatten den "Eindruck" das Alkohol getrunken wurde während eines Gesprächs noch in der Nacht (zu dem die Schüler extra wieder geweckt wurden!) "Beweise" gab es darüberhinaus nicht, es wurde kein Alkohol / Tabletten ihr gefunden.

      Zurück bleiben viele Fragezeichen, der Glaube an Synapsengewitter auf der Suche nach neuen Pfaden und .......................Elterliebe ;)
    • Es wurden insgesamt 3Personen "bestraft", u.a. Schulräume reinigen! (Einer der den Alkohol gekauft hat, eine die betrunken war...und Töchterchen bekommt drei Tage "Einzelhaft" im neuen Jahr im Einzelraum mit Aufgaben und Schulpausen ohne Kontakt zu den Mitschülern....
      Ich möchte diese pädagogisch unheimlich sinnige Strafe 8| gar nicht bewerten, lebe aber prinzipiell nach dem Grundsatz "sich wundern ist gesünder als sich zu ärgern"...

      Unsere Tochter hat bereits bemerkt die "Strafe" nicht antreten zu wollen das "sie nix gemacht" hat :thumbup: ...und ich glaube nicht, dass der Rektor sich damit zufrieden geben wird...
      Die Lehrer die das Gespräch nächtens geführt haben, führten an "nix gerochen zu haben da man Wodka (dieser soll konsumiert worden sein) nicht riechen kann"...nach kurzer Recherche im Netz gehört diese Aussage wohl in die Fabelwelt...
      Das Hauptargument war "...dass der Name ihrer Tochter immer mit als erster genannt wurde bei den Befragungen der Mitschüler/innen"...

      Wir werden das Weihnachtsfest erstmal in Ruhe verbringen und im neuen Jahr schauen ob wir einen erneuten Versuch unternehmen die Schulleitung zu überzeugen auch wenn´s Nerven kosten wird.(evt. mit einer Unterschriftenliste von Personen die bezeugen das Töchterchen nichts getrunken hat) Dem eigenen Kind das von sich bzw. seiner Handlungsweise sooo! überzeugt ist, muß man auch vermitteln dass sich Windmühlenkämpfe "lohnen" können.

      ...welche Möglichkeit hätte man eigentlich noch wenn der Rektor nicht mit sich diskutieren lässt??? Schulamt, Beschwerde.... :wacko: sie ist grad in der 10ten "Klasse"

      Ein schönes und ruhiges Fest wünsche ich allen Mitlesenden!
    • Freut mich erstmal, dass ihr eurer Tochter glauben könnt. Ob es sich lohnt, wegen der Strafe ein Fass aufzumachen, oder ob man sie einfach absitzt, müsst ihr wissen. Die Lehrer glauben offensichtlich deiner Tochter immer noch nicht, also wird es wohl schwierig, den Beschluss der Klassenkonferenz ohne Gegenbeweise auszusetzen. Klar kann man sich dann aus gefühlten Gerechtigkeitsgründen ewig herumstreiten ... aber ob das Erfolg hat, oder nicht, ist nicht wirklich zu prognostizieren. Die Staffelung wäre dann wohl schriftliche Eingabe an Rektor - bei Ablehnung Beschwerde beim Schulamt. Ob die sich damit befassen, hängt von den Aktenstapeln auf deren Tischen ab...
      Euch jedenfalls auch schöne Weihnachten :)
    • Muß mich nun doch einmal melden...

      Nachdem wir dem Rektor gegenüber schriftlich dargestellt haben mit den "pädagogischen Ordnungmassnahmen" nicht einverstanden zu sein und dies u.a. mit einer Unterschriftenliste von Schüler/innen (ca. 25!) untermauert haben die das Gegenteil der Vorwürfe belegen, kam letzte Woche eine für mich seltsame Antwort per Post.

      Uns als Eltern wird vorgeworfen die "pädagogischen Massnahmen" nicht zu unterstützen und somit werden die Ordnungsmassnahmen zurückgezogen da die Schule dann keinen Sinn darin sieht!

      Angesichts der erhobenen, unverschämten Vorwürfe des Alk.+Tabl.-Missbrauchs (die trotzdem noch Bestand haben lt. Rektor) empfinden wir die Reaktion als billiges "Kneifen" des Rektorates, möglichweise lag es auch an der Schilderung die Umsetzung der angedachten Strafe ( 3 Tage Einzelhaft :) ) nicht so zu tolerieren wie es bei dem Käufer des Alkohols geschah. Hier wurde der Schüler am letzten Ferientag! in die Schule zitiert, mit Aufgaben in einen Raum eingeschlossen und jetzt kommt´s, der Rektor verliess das Schulgebäude! (Reinigungsfachkraft war immerhin im Gebäude) Leider haben sich in diesem Fall die Eltern ihrem "Schicksal" ergeben und nichts unternommen.

      Wir sind alles andere als "Helikoptereltern", diesen witzigen Begriff ich in den letzten Wochen mehrfach in Googlelinks fand der übereifrige Eltern beschreiben soll, aber diese unverschämte Art und Weise wie hier mit Jugendlichen (die bestimmt nicht immer einfach sind) auf einem Gym. umgegangen wird ist in meinen Augen erschreckend und lässt die Schule (wir sind quasi zugezogen :thumbup: ) in einem anderen Licht erscheinen, und das ist nicht das Beste.

      Ich wollte diese Zeilen nur noch ergänzen um der "Geschichte" einen Abschluß zu geben da es nun diese plötzliche Wende gab. Auch wenn´s keine "Strafe" gibt für´s Töchterchen bin ich sicher, dass Sie es anderweitig zu spüren bekommen wird...der lange Arm des Rektors... :thumbdown:

      Allen Mitlesenden wünsche ich die nötige Ruhe den eigenen Kindern beizustehen!