TV-Tipp für Mittwoch, 23.08.2006 um 23.15 Uhr: Dokumentarfil

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    • TV-Tipp für Mittwoch, 23.08.2006 um 23.15 Uhr: Dokumentarfil

      Bei Lehrerforen machte ich schon darauf aufmerksam, hier nochmal:

      Heute (Mittwoch, 23.08.2006), um 23.15 Uhr, kommt in ARD ein Dokumentarfilm über Lehrer.

      Beruf Lehrer


      Mit dem Dokumentarfilm "Beruf Lehrer" schildern die Autoren Wilma Pradetto und Thomas Schadt Alltag an einer ganz normalen Schule in Deutschland.
      An der Tulla-Realschule in Mannheim unterrichten 50 Lehrer 800 Schüler aus allen Schichten unserer Gesellschaft.

      Im Mittelpunkt des Films stehen sechs Lehrerinnen und Lehrer. Einige stehen am Anfang ihres Berufslebens, andere unterrichten bereits seit 30 Jahren. Die Kamera begleitet sie auf ihrem Weg vom Lehrerzimmer in die Klassenzimmer, zeigt sie bei ihrer Arbeit im Unterricht, in den Pausen, bei Noten- und Lehrerkonferenzen, sowie bei Konfliktgesprächen mit Schülern.

      Sie alle erzählen sehr persönlich von ihrem Beruf: Wie es sich mit dem schlechten Lehrerimage lebt, wie man sich fit macht für den täglichen Auftritt vor den Schülern, wie man sich Respekt verschafft. Sie erzählen vom Umgang mit Konflikten, Ängsten und Überforderungen, den alltäglichen schulischen Ereignissen und Abläufen.

      Der Film macht deutlich, wie sich Lehrer unter dem Eindruck der PISA-Studien, bei stetig zunehmendem Konfliktpotenzial an den Schulen und angesichts unterschiedlicher gesellschaftlicher Wirklichkeiten den Herausforderungen ihres Berufs stellen. Der Zuschauer erfährt nicht nur von den intensiven alltäglichen Arbeitsbelastungen eines in der Öffentlichkeit oft unterschätzten und mit Klischees behafteten Berufes, sondern erhält darüber hinaus eine Vorstellung davon, wie schnell und aus welchen Gründen aus einer Vielzahl scheinbar kleiner Konfliktsituation jene Gewaltbereitschaft entstehen kann, die die derzeitige Diskussion über Schulen in Deutschland beherrscht.

      Lehrer: Über kaum eine Berufsgruppe wird derzeit so kontrovers diskutiert. Und nur wenig gestaltet sich momentan so schwierig wie das Beziehungsdreieck Lehrer, Schüler und Eltern.Denn wirklich jeder hat individuelle Erfahrungen mit ihnen gemacht. Jeder hat diese Erlebnisse positiv oder negativ verarbeitet, wurde mehr oder weniger stark von ihnen geprägt. Deshalb wird ein Film über Lehrer und Schule immer ambivalente Gefühle auslösen.


      aus: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ard-digital.de/programmvorschau/sendung.php?eventID=62154290">http://www.ard-digital.de/programmvorsc ... D=62154290</a><!-- m -->
    • Hab den Dokumentarfilm gesehen.Es war recht wenig vom Unterricht selbst zu sehen.Die Hauswirtschaftslehrerin hat mir persönlich nicht gefallen,ihre Grundeinstellung zu den Jugendlichen war mir zu negativ und das kam auch so rüber.Es hätte sehr viel freundlicher und entspannter im Unterricht ablaufen können.Sie machte den Eindruck eines "Feldwebels"
      Allgemein möchte ich sagen,Lehrer ist ganz sicher in der heutigen Zeit kein einfacher Beruf.Wir hatten früher viel mehr Respekt und hätten uns manches Verhalten sicher gar nicht erst getraut.Die Kinder sind schwieriger geworden und viele Eltern anspruchsvoller.Man kann von der Schule nicht die Erziehung seiner Kinder erwarten, jedoch Hilfe bei schulischen Problemen.Die Erziehung liegt in der Verantwortung des Elternhauses.Ein Kind was nie den Umgang mit Regeln gelernt hat,wird sich auch in der Schule kaum unterordnen können.Ich kenne auch Lehrer die besser einen anderen Beruf erlernt hätten aber auch sehr viele die ihn gewissenhaft und sehr gut ausführen.Perfekt und für alle passend wird es nie sein.Bis jetzt haben wir sie ohne große Probleme gut überstanden,was auch daran liegen kann,dass es hier nicht so gebündelte Schwerpunktschulen gibt und die Gewalttätigkeit noch nicht sehr ausgeprägt ist.Bei meiner Tochter sind viele Ausländer in den Kursen aber es läuft doch recht harmonisch ab.Schlägereien sind mir nicht bekannt und es wird auch in allen umliegenden Schulen recht viel dafür getan.


      Mama
    • Hallo,

      die Hauswirtschaftslehrerin kam vielleicht etwas "feldwebelig" rüber, aber zu ihrer Verteidigung:

      Ich musste zweimal Hauswirtschaft vertreten und ich fand es weitaus schwieriger, als normalen Unterricht zu halten.

      Es wird wahnsinnig schnell laut, die Schüler wissen den "Wert" der Lebensmittel oft nicht zu schätzen. Passt du nicht auf, fliegen schnell die Sachen durch die Luft oder werden verdorben. Die Schüler haben wenig bis keine Vorkenntnisse, sie müssen viele Arbeitsschritte selbstständig ausführen, was sie nicht können.

      Den meisten fehlt einfach der "Blick", d.h. sie stellen ohne Probleme noch dreckige Sachen in den Schrank, Herd bleibt schmutzig, Müll bleibt liegen - es fehlt auch das Verantwortungsbewusstsein, da sonst ja Mama hinterherräumt. :wink:

      Beim Essen wird teilweise gematscht, dass dir der Appetit vergeht und selbst mit 14 kann noch nicht jeder sicher mit Messer und Gabel umgehen.

      Durch den ungewohnten Lernort und den völlig anderen Unterrichtsaufbau, vielleicht auch durch die fehlenden Stillarbeitsphasen empfand ich die Schüler als sehr aufgekratzt und unruhig, sonst war die Klasse äußerst leicht zu führen.

      Ich fand´s wie gesagt wahnsinnig schwierig, weil du noch auf viel mehr Sachen gleichzeitig achten musst als im normalen Unterricht und es viel mehr "Gefahren" gibt. Vorher hatte ich die Hauswirtschaftslehrerinnen beneidet - jetzt gar nicht mehr. :wink: Muss man aber eigentlich selbst erlebt haben, um es zu verstehen.

      Tina
    • Hallo Tina,

      ich finde es sehr interessant, was du schreibst. Das dachte ich mir auch schon, Kochen wird nicht als Unterricht empfunden, sondern eher als Gaudi und die Schüler sitzen nicht an ihren Plätzen, sondern stehen im Raum verteilt, das lädt natürlich zur Unruhe ein. Ich fand die Hauswirtschafterin gar nicht so übel, an einer Stelle konnte man auch sehen, dass sie Humor hatte ("Lasst eure Aggressionen aus.") So ein TV-Bericht ist nicht authentisch, vor der Kamera wirkt man verkrampfter als man sonst ist.
    • Die Grundeinstellung macht es aber es kam sehr einer Verallgemeinerung gegenüber den Schülern gleich.Natürlich geht es da nicht so ruhig zu wie bei Mathe,Deutsch usw.Wird bei Sport aber kaum anders sein.
      Wer hat solche Stunden früher nicht genutzt,also ich schließe mich da nicht aus.

      Mir stellt sich eine andere Frage,wieso zeigt man so eine Dokumentation zu so später Stunde?Man hätte mehr Menschen damit erreichen können in den frühen Abendstunden.

      Mama
    • "Mama" schrieb:

      Mir stellt sich eine andere Frage,wieso zeigt man so eine Dokumentation zu so später Stunde?Man hätte mehr Menschen damit erreichen können in den frühen Abendstunden.


      Aber nicht doch... Zu quotenträchtigen Zeiten müssen doch die neuesten Scharaden eines Hubsi Hinterseers und der Wildecker Herzbuben oder "Unser Charlie" oder die neuesten Atlantis-Spekulationen oder was es sonst noch so an gebührensubventionierter Lowbrow-Unterhaltung geben mag, gesendet werden...
      Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too? - Douglas Adams