Hochbegabte in der Schule

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    • @nica

      ich habe jetzt deine Beiträge gelesen und kann mir in etwa vorstellen, was dein Problem ist. Ich denke, die Probleme deines Sohnes haben nur am Rande etwas mit Hochbegabung zu tun. Da du meiner Meinung nach einen Tunnelblick hast und nur das Negative am staatlichen Schulsystem siehst, werde ich auf deine Beiträge nicht mehr eingehen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

      @füchsle

      Freut mich für euch, dass ihr euren Weg gefunden habt. Ich wünsche deinem Sohn und seiner Familie alles Gute.

      @martinasabine

      Ganz meine Meinung, nachdem ich hier mehrere Beiträge gelesen habe.

      @parents

      Deine Aussage finde ich sehr wichtig. Nach meinem Eindruck werden die Kinder bei der momentanen HB-Diskussion wirklich auf ihre kognitiven Fähigkeiten reduziert. Ich bin froh, dass meine Eltern kein detailliertes Begabungsgutachten vorliegen hatten um mich dann auf Teufel komm raus in meinen Stärken zu fördern, nur um eine drohende Unterforderung zu vermeiden. Denn so hatte ich eine Chance, auch meine Schwächen in Stärken umzuwandeln. Ich bin z. B. kein kommunikativer Typ, mein Tätigkeitsbereich ist z. Z. aber genau dieser. Und dieses Training hilft mir, auch in meiner Freizeit offener auf andere Leute zuzugehen.

      LG Melanie
    • Mein letztgenanntes Bsp. zeigt eigentlich, dass eben nicht nur meine Kinder betroffen sind - denn die Ereignisse betrafen gerade NICHT meine Söhne sondern eine andere Familie, die ich per Zufall kennenlernte.

      Ähnliche Fälle gibt es mehr in meiner Heimatstadt wie auch in anderen Gemeinden. Über die Berichterstattung für unseren Sohn habe ich Kontakte mit anderen in ähnlicher Weise betroffenen Eltern in ganz Niedersachsen bekommen.


      Nein, keinesfalls geht es um "rot-weiße Wattebäusche". Das ist echt albern.

      Es geht um ein z.B. mathematisch hochtalentiertes Kind, dessen Klassenarbeit vor den Augen der Klasse zerrissen und dann mit 6 benotet wurde.
      Es geht um ein anderes Kind, dessen Aufsätze permanent mit 4 benotet werden (nicht nachvollziehbar), gleichzeitig über 100 Seiten eines Fantasy-Romans handschrftl. fertig gestellt hat (ich habe es gelesen, es ist großartig- in Stil, Rechtschreibung, Grammatik und Handlung).

      Es geht um das elitäre SelbstVerständnis einer Schule, die meint, dass ein Migranten-Kind nicht begabt sein könnte.

      Noch was: Mein Sohn wird gerade nicht kognitiv gefördert, sondern vor allem in emotionaler Hinsicht (zukünftig).

      Nica
    • In den letzten Beiträgen ging es u.a. um Förderung der kognitiven Fähigkeiten bzw. Herumreiten auf denselben.

      Mir ging und geht es nicht um "spezielle kognitive Förderung" - da hat er mehr auf dem Kasten, als er eigentlich verarbeiten kann.

      Mir ging und geht es nach wie vor um das Schließen der Schere zwischen emotionalem Zustand und dem Kognitiven (ein Problem, was nicht alle aber viele HB-Kinder betrifft.)

      Heute lief mal wieder der "Tate"-Film. Mein Kurzer sah ihn zum 1.Mal und entdeckte zwischen sich und dem Protagonisten Fred viele Gemeinsamkeiten - u.a. das sich ständige Sorgen um...(wenig altersangemessene Probleme).

      Nica
    • "Nica" schrieb:


      Heute lief mal wieder der "Tate"-Film. Mein Kurzer sah ihn zum 1.Mal und entdeckte zwischen sich und dem Protagonisten Fred viele Gemeinsamkeiten - u.a. das sich ständige Sorgen um...(wenig altersangemessene Probleme).

      Nica


      Dann bin ich auch hochbegabt als Kind gewesen ;) Ich habe mir auch ständig Sorgen um nicht-altersangemessene Probleme gemacht, war Spezialistin für Krankheiten, hatte einen nicht-angemessenen, weil zu erwachsenen Wortschatz, sah die Welt gefährdet.
      Meine Umwelt wusste es schon damals, ich weiß es heute: es waren meine Eltern, die diese Sorgen und Themen zu stark und zu früh und nicht altersangemessen an mich rangetragen haben.
    • Ich finde Melanies Darstellung wichtig und nachvollziehbar.Wieviel HBs gibt es eigentlich in Deutschland,scheinen mir doch recht viele zu sein.
      Wieviele mag es geben die nie erkannt werden?
      Vielleicht ist mein Patenkind ja auch eins.Sie ging auf anraten der Kindergärtnerinnen bereits mit 5 zur Schule.Ihr Notendurchschnitt betrug in der Grundschule 1,nur in Schrift hatte sie eine 2.Im Gymnasium war sie weiterhin eine sehr gute Schülerin aber lehnte den Wechsel in die Vorlaufklasse ab (Abitur nach siebeneinhalb Jahren)weil sie mehr Zeit für sich haben wollte und sich in ihrer Klasse sehr wohl fühlte.Sie drückte sich sehr früh recht erwachsen aus,was wohl am ehesten daran lag,dass sie recht viel Kontakt mit Erwachsenen hatte.Im sozialen Bereich hatte sie nie Probleme.Ihre Eltern haben sie immer in ihren Wünschen unterstützt.
      Ihre Schwäche besteht in der hohen Sensibilität gegenüber Problemen anderer.
      Das Gefühl einer Unterforderung entstand nie,auch wenn sie recht wenig für die Schule tun muss gegenüber Anderen.Sie hat ständig neue Ideen und da ist keine Zeit für Langeweile.Seit den Ferien geht sie einmal wöchentlich in ein Altenheim, um mit älteren Menschen die niemanden haben einen Spaziergang zu machen oder Besorgungen.
      Sie geht ihren eigenen Weg und ich finde ihn gut.

      Mama
    • Hallo Mama,

      Wieviel HBs gibt es eigentlich in Deutschland,scheinen mir doch recht viele zu sein.


      Na ja, rein statistisch sind es etwa 2% der Bevölkerung, also bei 80 Mio Einwohnern in Deutschland etwa 1,6 Mio Menschen. In der Tat, gar nicht so wenig.

      Aber, wieder rein statistisch, nur 1 Kind pro 2 Klassen a 25 Kindern, also für eine Schulklasse ziemlich selten. Und dann sind die entsprechenden Kinder eben noch unterschiedlich wie alle anderen Menschen eben auch. Ich könnte mir vorstellen, dass diese eine Kind in 2 Klassen eben auch gar nicht unbedingt auffällt. Selbst wenn man dann annimmt, dass die sich an den Gymnasien sammeln (das ist ja so ein bisschen Thema hier), dann ist es immer noch eine extreme Minderheit in den Klassen.

      Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass das Wohlfühlen im schulischen Umfeld, das Akzeptiertwerden als Person, die Wertschätzung durch Lehrer und Mitschüler viel wichtiger ist als die Zufriedenheit mit dem Anspruchsniveau. Wenn das also stimmt wird es gut gehen mit der Schullaufbahn, wo immer sie langführt.

      HB bedeutet letztendlich nur das Potenzial zur Leistung. Ob sie abgerufen werden kann, ob man das will, auf welchen Gebieten man das tut, das hängt eben von vielem ab.

      Ziel sollte immer sein, einem Kind den Start in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Schule sollte dabei ein Baustein sein, der zumindest die Entwicklung nicht hindert.

      Ja, ich denke die Gesellschaft kann von ihren begabteren Mitgliedern auch ruhig etwas fordern (egal auf welchem Gebiet sich man dann engagiert). Aber dann muss die Gesellschaft (Elternhaus, Schule) auch dafür sorgen, dass kleine Pflänzchen nicht zertreten und angemessen gegossen werden.

      Gruß

      Ubi
      Jeder nach seinen Möglichkeiten!
    • Hallo,

      "UBI" schrieb:



      Aber, wieder rein statistisch, nur 1 Kind pro 2 Klassen a 25 Kindern, also für eine Schulklasse ziemlich selten.

      So wenig ist das nicht. Stell Dir mal vor, in jeder 2. Klasse (wo gibt es eigentlich noch Klassen mit 25 Kindern???) gäbe es ein blindes Kind. Kein Handlungsbedarf? Wobei ich natürlich ausdrücklich Hb nicht für eine Behinderung halte.

      Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass das Wohlfühlen im schulischen Umfeld, das Akzeptiertwerden als Person, die Wertschätzung durch Lehrer und Mitschüler viel wichtiger ist als die Zufriedenheit mit dem Anspruchsniveau. Wenn das also stimmt wird es gut gehen mit der Schullaufbahn, wo immer sie langführt.


      Voll unterschreib. Aber führt nicht gerade die Hb, das "andere Denken", das Interesse für andere Themen als für diejenigen der restlichen Klassenkameraden, Unterforderung dazu, dass das Wohlfühlen im schulischen Umfeld eben nicht gegeben ist?

      grübelnde Grüße
    • Hallo Grüblerin,

      Aber führt nicht gerade die Hb, das "andere Denken", das Interesse für andere Themen als für diejenigen der restlichen Klassenkameraden, Unterforderung dazu, dass das Wohlfühlen im schulischen Umfeld eben nicht gegeben ist?


      da hast du sicherlich Recht. Daher ist es ja nur mit schwerern Aufgaben eben nicht getan. Ein Lehrer muss es hinbekommen, das soziale Klima in der Klasse (und auf dem Schulhof) angemessen zu gestalten. Keine leichte Aufgabe. Das Elternhaus ist dafür zuständig, dem Kind zu erklären, dass andere eben nicht so denken und für Toleranz zu sorgen, ohne Arroganz zu fördern.

      Im Grundschulbereich kommt auch noch der Neid einiger Eltern hinzu, die ihren nicht HB-Kindern dann irgendwie einimpfen, dass es nicht OK ist, wenn HB-Kinder etwas extra bekommen (und sei es nur die Teilnahme am Unterricht in der höheren Klasse in einem Fach bei doppelten Hausaufgaben). Ich kann mir kaum vorstellen, dass Kinder auf so etwas von selber kommen. Ausgegrenzt werden ist für Kinder ein ganz schreckliches Gefühl!

      Gruß

      Ubi
      Jeder nach seinen Möglichkeiten!
    • Hallo,

      auf der einen Seite möchtet ihr, das HBs so akzeptiert werden, wie sie sind, auf der anderen Seite wird wieder das Anderssein betont, mit Interesse an "anderen" Themen, "anders" denken. Fängt es da nicht schon an, wenn man einem Kind vermittelt, es sei "anders"? Ich kenne eigentlich nur Leute, die "anders" sind, denn so wie ich ist keiner, ich bin ziemlich einmalig :lol:.

      Was ist eigentlich "anders" denken? Ich denke so, wie es mir gerade in den Kopf schießt. Je nachdem mit wem ich mich unterhalte, muss ich meine Gedankengänge erst mal durch den Entschleuniger laufen lassen und klar strukturieren. Dass das ein Kind, das in Kindergarten oder Schule zum ersten Mal auf "normale" Leute trifft, lernen muss, ist keine Frage. Aber es kann es lernen, im Gegensatz zu einem Blinden, der nie sehen wird.

      LG Melanie
    • Liebe Melanie,

      das ist doch kein Widerspruch, das Anderssein und das Akzeptieren, wie man ist, das gehört doch zusammen.

      ch denke so, wie es mir gerade in den Kopf schießt. Je nachdem mit wem ich mich unterhalte, muss ich meine Gedankengänge erst mal durch den Entschleuniger laufen lassen und klar strukturieren. Dass das ein Kind, das in Kindergarten oder Schule zum ersten Mal auf "normale" Leute trifft, lernen muss, ist keine Frage.


      So kompakt habe ich das lange nicht mehr gehört, das mit dem Entschleuniger muss ich mir undbedingt merken. Danke!

      Das meinte ich damit, was das Elternhaus den Kindern so mitgeben muss.

      Beste Grüße

      Ubi
      Jeder nach seinen Möglichkeiten!
    • "UBI" schrieb:


      das ist doch kein Widerspruch, das Anderssein und das Akzeptieren, wie man ist, das gehört doch zusammen.


      Liebe Ubi,

      wenn ich mich akzeptiere und ich auch von meiner Umgebung akzeptiert werde, habe ich überhaupt nicht mehr das Gefühl, "anders" zu sein. Um es mal an einem anderen Beispiel festzumachen: Ist das türkische Mädchen in der Klasse "anders" oder sind die übrigen Kinder für es "anders"? Wenn man dem Mädchen immer vermittelt, du bist zwar "anders", aber akzeptier das doch einfach, wird eine Integration meiner Meinung nach nur schwer gelingen. Wenn man ihm vermittelt, du bist in Ordnung, so wie du bist, kann es selbst entscheiden, wie weit es sich an diejenigen, die für es "anders" sind, anpassen möchte, ohne sich dabei selbst aufgeben zu müssen.

      LG Melanie

      P. S. Ich habe da mal noch eine Frage..... Wie ist eigentlich das "Anderssein" von Hochbegabten?
    • Ja, nun, da das "anders sein" bei Hochbegabung sich im Kopf abspielt, handelt es sich wohl um "anders denken".
      Es gibt Listen mit häufig anzutreffenden Merkmalen. Da dieses "anders denken" also eine Verallgemeinerung ist , spare ich mir die Aufzählung lieber. Nicht jeder kommt damit klar, dass man von statistischen Aussagen nicht auf Einzelfälle ("aber mein Kind ...") zurück schließen kann. Schon garnicht bei diesem Thema. :twisted:

      Es gibt genausoviele Leute mit IQ>130 wie mit IQ<70, also an der Schwelle von der Lernbehinderung zur geistigen Behinderung. Auch da gibt es Listen. Diese Leute denken wohl in den Augen der meisten Menschen auch "anders", halt langsamer aber jeder auf seine Weise.


      - Martin
      Chemie ist wenn es kracht und stinkt, Physik ist wenn es nicht gelingt.
    • Hallo,

      "UBI" schrieb:

      Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass das Wohlfühlen im schulischen Umfeld, das Akzeptiertwerden als Person, die Wertschätzung durch Lehrer und Mitschüler viel wichtiger ist als die Zufriedenheit mit dem Anspruchsniveau. Wenn das also stimmt wird es gut gehen mit der Schullaufbahn, wo immer sie langführt.


      zu dieser Ansicht bin ich auf gelangt.

      Es gibt für mich aber noch ein Punkt, warum ich vielleicht doch dem Gymnasium den Vorzug geben würde, vielleicht sogar zwei.

      Hochbegabte haben manchmal das Problem, dass sie den Schulstoff allzu lange so nebenbei aufschnappen, sich nicht bemühen müssen, und somit die eigentliche Anstrengung des Lernens eben nicht lernen. Die Grundschule zieht oft an den Kindern vorbei ohne irgendwelchen Aufwand. Insofern kommt der Zeitpunkt, wo das Lernen notwendig wird, am Gymnasium früher. Und das halte ich für einen Vorteil.

      Ein weiterer Punkt für mich ist der, dass ein Schüler am Gymnasium mehr Lehrer hat. An den Realschulen in meinem Umfeld geben einzelne Lehrer mehrere Fächer. Hochbegabte ecken manchmal erheblich an, und lösen in manchen Lehrern eine Ablehnung aus. (das ist natürlich bei allen Schülern bis zu einem gewissen Grad die Gefahr, aber bei hochbegabten ist das manchmal schon erheblich). Wenn sie am Gymnasium an so einen Lehrer geraten, wo die Chemie so ganz und gar nicht stimmt, so hat das auf das Gesamtwohlbefinden des Schülers einen wesentlich kleineren Einfluss, als wenn der betreffende Lehrer mehrere Fächer unterrichtet.

      Mein Sohn hat nur wenige Lehrer gehabt, mit denen er ganz und gar nicht klar kam. Die anderen konnten das immer wett machen. Wenn ich mir aber vorstelle, er hätte mehrere Fächer bei den betreffenden, hätte er die Schule verlassen müssen.


      lg,

      füchsle
    • In unserem Schulsystem geht es in erster Linie darum, was ein Mensch kann oder nicht.
      Bzw. darum, wie er sein Können bei regelmäßigen schulischen Leistungsmessungen aller Art unter Beweis stellt.

      Insbesondere IQ-Tests sind ein Mittel in der psycholgischen und förderpädagogischen Diagnostik. Diese anders geartete Leistungsmessung in dem synthetischen Teilbereich IQ interessiert im Schulsystem nur, wenn dadurch Leistungsschwächen erklärt und geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Bleibt die schulische Leistung nachhaltig aus, dann führt der Weg steil nach unten.

      Es hat schon seine Gründe, dass der IQ im sonstigen Leben praktisch keine Rolle spielt. Oder ist schon mal jemand bei einem Bewerbungsgespräch danach gefragt worden?


      - Martin
      Chemie ist wenn es kracht und stinkt, Physik ist wenn es nicht gelingt.
    • Liebes füchsle,

      falls der Eindruck entstanden sein sollte, ich würde für die Realschule plädieren, so ist der falsch. Ich bin nur Meinung, dass das für Hochbegabte nicht der Untergang ist. Mein Sohn besucht auch das Gymnasium und hat zur Zeit auch mit G8 noch genügend Freiräume, um das zu machen, was ihn wirklich interessiert. In einem Halbtagsschulsystem geht das für einen Hochbegabten wohl immer. Problematisch wird es, wenn die Schule durch G8 faktisch zur Ganztagsschule wird und nach der Schule auch noch Hausaufgaben gemacht werden müssen. Dann nimmt die Schule für jemanden, der noch viele andere Dinge nebenher machen möchte, einen zu großen Raum ein.

      Mit dem notwendigen Lernen hast du wohl recht. In der Realschule habe ich so gut wie garnichts gemacht, auf der Höheren Handelsschule wenigstens ordentliche Hausaufgaben und zur Prüfung mir z. B. in BWL mit einem Buch "Sicher durch die Prüfung" nur das Oberflächenwissen reingezogen. "Mut zur Lücke" sagte mein Vater immer, und den habe ich bewiesen. Es hat für einen glatten Zweier-Schnitt gereicht, und dann kam die Ausbildung. Ohne meinen Arbeitgeber, der mir immer wieder in den Allerwertesten getreten hat und zusätzliche Schulungen und Lehrgänge durchgeführt hat, wäre ich mit Pauken und Trompeten untergegangen. Erst in der Ausbildung habe ich gelernt, was es bedeutet, etwas wirklich in der Tiefe zu lernen. Und die erste Zeit habe ich mich damit sehr schwer getan, meine Zwischenprüfung war eine drei, was eine Audienz beim Abteilungsleiter zur Folge hatte. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte ein Studium begonnen....... Gute Nacht.

      LG Melanie
    • HB´s anders "denken"

      ich erinnere noch sehr gut den moment, als mein sohn feststellte, er sei "nicht richtig im kopf"... ein 4-jähriges kind weiss nicht, dass/ ob es einen hohen iq hat, es spürt nur, das es irgendwie anders tickt... da hb nicht nur ein "mehr" an iq bedeutet, sondern auch ein "mehr" an emotionalen eindrücken und ein "mehr" an empfindungen, fällt es selbst einem relativ jungen kind irgendwann auf, dass es "anders" ist. hinzu kommt die diskrepanz zwischen geistiger und emotionaler/ sozialer entwicklung, so dass eigentlich ständig ein ungleichgewicht besteht...

      niemand würde verlangen, ein kind mit behinderung solle sich gefälligst der gängigen umgebung anpassen, hb´s passiert das ständig...

      ich weiss nicht, ob es hb´s gibt, die die schule problemlos durchlaufen...
      ich weiss aber sicher, dass unser schulsystem auf diese kinder nicht ausgelegt ist und das darf man nicht zum problem der kinder machen, das ist eine schwäche des schulsystems.

      gruss,
      sprudelkopfs mutti, die sich auf angeregten austausch freut!
    • Hallo Sp.M.,

      dein Beitrag hätte von mir sein können.

      N., Mama von M., der auch schon immer anders tickt.
      Cantando al sol como la cigarra
      después de un año bajo la tierra,
      igual que sobreviviente
      que vuelve de la guerra.
      ....................................
      Quisiera hacer de mi vida
      un farolcito de aldea,
      de día no alumbrar nada,
      de noche ser una estrella.