Übersetzungen in Latein üben

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    • Übersetzungen in Latein üben

      Hallo zusammen,

      ich erlebe grade mit einer meiner Töchter eine "Latein - Durststrecke". Sie ist in der 7. Klasse; kann die Grammatik eigentlich immer ganz gut, macht aber in den Übersetzungen soviele Fehler, dass die Arbeiten sich immer im 4 er Bereich bewegen (momentan leider mit einer deutlichen Tendenz nach unten;-)

      Die vokabeln kann sie beim Abfragen ganz gut, aber irgendwie kann sie Vokabelkenntnisse und Grammatikverständnis beim Übersetzen der Texte nicht so zielstrebig einsetzen, dass die Texte sinnvoll und richtig übersetzt werden.

      Habt Ihr irgendwelche tipps, wie wir das ÜBersetzen üben können?



      Nina
    • Ich habe keine tollen Tipps, nur: Lieber wenige Texte übersetzen, dafür aber das systematische Vorgehen pingeligst üben. Ein Beispiel wäre zuerst Satzstruktur (Hauptsatz, Nebensätze? Wo fangen sie an? Gibt es Einschübe?...), dann Prädikat suchen, Form genau bestimmen, dann erst übersetzen, Subjekt suchen (muss ja in der Anzahl mit dem Prädikat übereinstimmen), übersetzen, dann schauen, was noch zusammengehört (Adjektive und Substantive, Präposition + Substantiv etc.), usw. Genauestens auf ENdungen achten. Am Ende den deutschen Satz (ganz am Ende den ganzen Text) durchlesen - ist irgendwo grober Schwachsinn drin? Elegant muss es zunächst nicht klingen; am Deutschen feilen und dennoch keine Fehler einzubauen ist dann eher für sichere Schüler.
      Meiner Erfahrung nach ist die fehlende Systematik bzw, das Huschhusch-Drübergehen über die Endungen das Hauptproblem bei Schülern, die ansonsten Vokabeln und Grammatik gut können. Sie schauen gerne vor allem auf die Wortbedeutungen und reimen sich dann einen Satzzusammenhang, ohne auf die lat. Grammatik zu achten.
    • Danke für Eure Tipps.
      Meine Tochter geht genauso an die Übersetzungen ran, wie Du beschreibst: sie sucht sich die bekannten Worte raus, bastelt sich einen Sinn zusammen und versucht dann, alles irgendwie unterzubringen.( Das Schlimme ist - die Technik kommt mir sehr bekannt vor; meine Übersetzungen vor 25 Jahren sahen sicher ähnlich abenteuerlich aus - außer, ich hatte die Arbeiten meiner großen Schwester zum üben genommen und kannte den Text dann schon.)
      Heute lernt meine Tochter zwar, dass sie zuerst Subjekt und Prädikat raussuchen sollen, aber anscheinend ist das noch nicht hinreichend "automatiesiert". Wir versuchen uns jetzt an leichteren Texten, um die logische heransgehensweise an einen Text zu trainieren - vielleicht bin ich ja doch nicht so hoffnungslos in Latein wie ich immer dachte...

      Danke
      Nina
    • Hallo,

      innerhalb welchen Zeitraumes lernt denn deine Tochter die Vokabel. Eventuell ist es ja zu viel auf einmal, so dass sie es dann bis zum Text nicht mehr in ihrem Kopf richtig ordnen kann und somit unnötige Fehler macht. Wichtig ist einfach immer wieder üben,üben und nochmal üben, bis die ganzen Prozesse beim Übersetzen fest verankert und automatisiert sind.
    • Hallo zusammen,

      Eure Tipps waren hilfreich, Töchterchen und ich haben viele leichte Texte übersetzt, dazu intensiv die Vokabeln wiederholt. Inzwischen findet meine Tochter Latein "eigentlich voll einfach, weil das alles so logisch ist" (ganz im Gegensatz zu Englisch...) und hat sich tatsächlich total gesteigert: 3 und 2 in den letzten beiden Arbeiten sowie einige gute bis sehr gute Vokabeltests nach einer 5 im Halbjahreszeugnis.
      Der Lehrer meinte jetzt, dass sie aber trotzdem zur Zeit 4 steht, weil er ja die Note vom Halbjahreszeugnis auch berücksichtigen müsse.

      Kann das sein? Ich dachte bisher immer, dass es nach den Zeugnissen, egal ob Schuljahresende oder Halbjahr, heißt: "neues Spiel, neues Glück".
      Wenn ein Schüler im 1. Halbjahr auf der Note 2 steht und im 2. Halbjahr nur 4en schreibt, würde er doch trotzdem am Jahresende die 4 auf dem Zeugnis bekommen, oder? Ich habe zumindest noch nie erlebt, dass er dann eine 3 bekommt, weil das 1. Halbjahr ja gut war.

      Meine Tochter findet das natürlich total blöd und meinte jetzt, dass es dann ja egal ist, was sie in der letzten Arbeit schreibt, wenn sie sowieso ´ne 4 auf dem Zeugnis bekommt. Das finde ich irgendwie kontraproduktiv - so ein Höhenflug in Latein ist für unsere Familie absolutes Neuland und auch mal ganz schön - ich hätte gerne, dass er noch länger andauert;-)

      Nina
    • Wie ärgerlich!

      Diese Antworten wollte ich jetzt nicht lesen;-)

      Ich werde aber trotzdem mal das Gespräch mit dem Lehrer suchen - er gehört zwar, soweit ich das einschätzen kann, zur Fraktion" bloß nicht die bessere Note geben, das Kind könnte sich darauf ausruhen", aber wenn ich mich schon ärgere, kann ich das dem Lehrer gegenüber ruhig auch mal ausdrücken.
    • nina schrieb:

      Diese Antworten wollte ich jetzt nicht lesen;-)

      Ich werde aber trotzdem mal das Gespräch mit dem Lehrer suchen - er gehört zwar, soweit ich das einschätzen kann, zur Fraktion" bloß nicht die bessere Note geben, das Kind könnte sich darauf ausruhen", aber wenn ich mich schon ärgere, kann ich das dem Lehrer gegenüber ruhig auch mal ausdrücken.


      Ist das denn wirklich so? Die allerallermeisten Kollegen, mit denen ich jemals zu tun hatte, handhaben die Notengebung nach dem Prinzip "so schlecht wie nötig, so gut wie möglich" im Sinne der Schüler. Im wirklichen Leben macht es einem Lehrer im Normalfall (sadistische Ausnahmefälle gibt es natürlich) keinen Spaß, eine schlechte Note zu geben. Nahezu alle Lehrer kennen des weiteren das lernpsychologische Prinzip, dass nichts so sehr motiviert wie der Erfolg.

      Nele
      Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too? - Douglas Adams