Effektiveres Lernen

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    • Effektiveres Lernen

      Hallo Zusammen,

      ich habe eine Frage bzgl effektives Lernen. Meine Tochter lernt für ihr Abi und hat in der Schule über verschiedene Lernmethoden gehört.
      Weiß einer von Euch wie man am effektivsten lernt? Ihre Frage ist, wie sie fürs Abitur das viele Wissen langfristig "speichert"-Langzeitgedächtnis. Man hört ja über viele Lerntechniken
      aber welche funktioniert wirklich, besonders bei einer 18-Jährigen?

      Danke

      lg
    • Re: Effektiveres Lernen

      Ich glaube, jeder Mensch muß für sich selbst herausfinden, wie er am besten lernt. Bei mir war es so, daß ich das, was ich mit eigenen Worten aufgeschrieben habe, am besten behielt. Also eine geraffte Zusammenfassung des Gelernten selbst zusammenstellen. Meine Große hat nicht wirklich "extrem gelernt"- die Hausaufgaben gemacht, für Klausuren geübt und alles Material immer wieder durchgelesen...
    • Re: Effektiveres Lernen

      "Hity" schrieb:

      aber welche funktioniert wirklich, besonders bei einer 18-Jährigen?


      Ich würde sagen, dass dies ziemlich stark von den Fächern abhängt. Eine Gedichtsinterpretation ist nicht auswendig zu lernen, sondern die Geschicklichkeit darin ist mit der Zeit anhand von Vorbildern und Vorgaben optimierbar. Die Formeln in Physik kann man über ein paar Wiederholungen und Herleitungen auswendig lernen, aber das Lösen der Aufgaben gehört in die Rubrik "Vernetzung von Zusammenhängen". Vokabeln wiederum lernt man langfristig am besten über den Kontext, in dem sie vorkommen, also über Lese- und Übersetzungsübungen... Insgesamt muss man also so üben, wie man die Fertigkeiten nachher auch anwenden muss.

      Die meisten Abi-Aufgaben prüfen nicht einfaches Wissen wie Vokabellisten in einem Sprachfach oder Stadt-Land-Fluss in Erdkunde. Meistens ist das Wissen nur ein Werkzeug zum Erklären von Zusammenhängen. Um Zusammenhänge erkennen zu können, muss man sich diese zuvor erarbeiten. Zusammenhänge wiederum halten aber nachher das Wissen zusammen... Im Grunde genommen sind wir ja Nomaden, die sich Landkarten und darin Wege und markante Orte merken mussten. Ein markantes Zeichen (Wissen) ohne Umgebungskarte (Zusammenhang) lässt sich schwer zuordnen...

      Beispiel: Vielleicht hast du schon mal die Erfahrung gemacht, dass du ein Gesicht irgendwo wiedererkannt hast, aber es war durch den fehlenden Kontext nicht zuzuordnen, wo der entsprechende Mensch hingehört. Sobald du dir vergegenwärtigen kannst, zu wecher Umgebung das Gesicht gehört, purzeln dir alle möglichen Einzelheiten aus dem Gedächtnis entgegen...

      Genau das wird aber im Abi erwartet. Es wird wenig verraten über die Umgebung, aber anhand weniger Merkmale soll sich der Schüler die Landkarte ins Gedächtnis rufen. Genau das muss trainiert werden. Dazu müssen die gegebenen Einzelheiten im einen Fall zielsicher der Technik der Gedichtsinterpretation oder im anderen Fall einer physikalischen Formel zugeordnet werden. Dass man dann wissen sollte, wie Gedichtsinterpretation geht oder wie die Formel lauten, wird dann vorausgesetzt. Umgekehrt führt aber die Zuordnung dieser Details in den Gesamtzusammenhang zu einem langfristigen Gedächtniseintrag - so wie die Nomaden ihre Wanderrouten in und auswendig kennen... Das Vernetzen von Wissen zu Pfaden ist also am besten, während bloßes Büffeln eine geringere Halbwertszeit des Wissensinhalts bedingt.
    • Effektives Lernen mit seinen Geistes- und Seelenkräften

      Womit lernt man überhaupt? Und was bedeutet "lernen"?
      Lernen kommt von germ. "laisti = die Fährte" und bedeutet demnach "eine Fährte verfolgen, eigene Erfahrungen sammeln". Wenn einen das so fasziniert, dass andere einem von sich aus folgen wollen, ist man LEHRER. "Lehren" bedeutet mit Sogwirkung im Lernen vorauszugehen.
      Wie man leicht sehen kann, wird in unseren Schulen weder gelehrt noch gelernt.
      Es wird einerseits unterrichtet, beigebracht, vermittelt, durchgenommen und andererseits wird erwartet, dass alle das annehmen, dass sie sich dem unterwerfen und einfügen, dass sie willig mitmachen, dass sie es sich solange eintrichtern - wiewohl dauernd behauptet wird, der Nürnberger Trichter sei abgeschafft - bis sie es gefressen haben.
      Man muss blind sein um übersehen zu können, wie hierdurch LERNEN ständig boykottiert wird.
      Zum LERNEN - das demonstrieren auch die Lerntechniken experimentell - braucht man eigene, persönliche Erfahrung. Wenn man die Wiese abgemäht zum Fraß vorgesetzt bekommt, lernt es sich anders als wenn man selbst hinausgeht und Blumen pflückt oder gar von jemand noch Interessantes aus seinem ErLEBEN erzählt bekommt.
      Es gibt sicher Lehrer, die einen mitreißen können.
      Was reißt so ein Lehrer da in uns mit? Was fasziniert und begeistert er?
      Als Ich-kann-Schule-Lehrer sage ich: die TALENTE, die Geistes- und Seelenkräfte.
      Damit wären wir bei der Frage: WOMIT lernen wir?
      Mit unseren Geistes- und Seelenkräften, mit unseren Talenten.
      Für unsere Körperkräfte gibt´s Frühstück, Mittag- und Abendessen und noch manches an Stärkung, Pflege und Training mehr.
      Für unsere Geistes- und Seelenkräfte gibt´s kein Frühstück, kein Mittagessen, kein Abendessen, keine Stärkung, keine Pflege aber dafür jeden Tag: Üben, üben und nochmals üben!
      Dass so ein Umgang a) die Kräfte erschöpft, b) uns leerbrennt, c) so geschwächt niederdrückt (deprimiert) und d) wenn es immer enger wird die Ängste (von lat. "angustum = eng") in uns groß macht, sollte doch gut zu verstehen sein. So steuern wir uns selbst in immer größere Schwierigkeiten hinein.
      Was rät dann die Pädagogik?
      Streng dich an! Lass nicht locker! Gib dir Mühe! Überwinde dich!
      Und das Ergebnis, die Folge davon?
      Wer sich anstrengt, ist angestrengt.
      Wer nicht locker lässt, ist immer verspannt.
      Wer sich Mühe gibt, kriegt sie.
      Wer sich überwindet, ist (von sich selbst) überwunden.
      Das soll die Lösung sein?????
      Mit so einem vernichtenden Umgang mit mir soll ich fit für eine gute Prüfung werden?????
      Nein.
      Ich bewältige mein Leben mit meinen Kräften.
      Da darf ich doch meine Kräfte, die es für mich tun sollen, nicht ständig wie übelste Feinde behandeln!
      Ich bin mit allen meinen Kräften und Talenten, auch und ganz besonders den schwächsten, persönlich befreundet.
      Ich denke meinen Talenten nicht dauernd Angst und Frust zu, weil sie das schwächt. Ich denke ihnen Zuversicht und Bestärkung zu, weil sie das stärkt.
      Eine hoch effiziente, praxisbewährte Möglichkeit, seine entscheidenden Geistes- und Seelenkräfte zu stärken, ist die Autosuggestion in der hohen Qualität von E.Coué.
      In seinem kleinen Buch, das man für ein paar € in jeder Buchhandlung bekommt, ist alles einfach beschrieben.
      Selbst kurz vor der Prüfung kann man mit sich selbst noch in entscheidend anderer Qualität umgehen und damit a) die Weichen für die Entwicklung neu stellen und b) blockierte Ressourcen befreien und c) eine optimale Prüfungsatmosphäre schaffen für alle Beteiligten.
      Es ist etwas anderes, ob man als Zitrone in die Prüfung geht, die ausgepresst werden soll, oder als geistiger Gestalter des Geschehens.
      Als Gestalter bin ich mir bewusst, dass ich der Chef aller meiner Kräfte & Talente bin. Das ist wie der Chef einer Riesenfirma.
      Woher sollen deine Fachkräfte wissen, a) was das Ziel der Firma ist, b) was sie heute tun sollen, c) wie wichtig sie sind?
      Jedes einzelne meiner Talente ist nur dafür auf dieser Welt, um ALLES FÜR MICH ZU TUN.
      So könnte es sich verwirklichen.
      Dann wäre es glücklich.
      Und ich würde in mir das Glück meiner Talente spüren.
      Nun, was muss ich wohl tun, dass meine Talente wissen, was sie für mich tun können und wann sie damit anfangen sollen?
      Wer guten Kontakt zu seinen Talenten hält, dem zeigen sie es.
      Guten Erfolg!
      Franz Josef Neffe
      Franz Josef Neffe
      Immer wenn ich nichts im Kopf habe, ist die Gefahr besonders groß, dass mir was einfällt.
    • Marius schrieb:



      Die meisten Abi-Aufgaben prüfen nicht einfaches Wissen wie Vokabellisten in einem Sprachfach oder Stadt-Land-Fluss in Erdkunde. Meistens ist das Wissen nur ein Werkzeug zum Erklären von Zusammenhängen. Um Zusammenhänge erkennen zu können, muss man sich diese zuvor erarbeiten. Zusammenhänge wiederum halten aber nachher das Wissen zusammen... Im Grunde genommen sind wir ja Nomaden, die sich Landkarten und darin Wege und markante Orte merken mussten. Ein markantes Zeichen (Wissen) ohne Umgebungskarte (Zusammenhang) lässt sich schwer zuordnen...

      Ich stimme dir zu, dass man Wissen über Zusammenhänge eher sich merkt als stur alles auswendig zu lernen. Jedoch hängt dies stark vom Interesse jedes einzelnen ab. Wir Menschen merken uns generell nur die Dinge die uns auch Interessieren. Daher bin ich nicht überzeugt, dass man sich dauerhaft langfristig Wissen aneignen kann. Es muss immer wieder wiederholt werden um das Wissen frisch zu halten.
    • Effektives Lernen gibt es nicht!

      Es sei denn, man versucht die inneren Sachzusammenhänge zu erkennen!
      Und nein, mann muss nicht immer wiederholen oder ständig lernen. Franz Josef Neffe hat es sehr tiefgründig dargelegt. Ich sage es kürzer: Der begriffene Sachzusammenhang ist bereits der abgeschlossene Lernvorgang und man kann nach Jahrzehnten dieses Wissen wieder aktualisieren! :P
    • unag schrieb:

      Effektives Lernen gibt es nicht!
      Es sei denn, man versucht die inneren Sachzusammenhänge zu erkennen!
      Und nein, mann muss nicht immer wiederholen oder ständig lernen. Franz Josef Neffe hat es sehr tiefgründig dargelegt. Ich sage es kürzer: Der begriffene Sachzusammenhang ist bereits der abgeschlossene Lernvorgang und man kann nach Jahrzehnten dieses Wissen wieder aktualisieren! :P
      Genau! So habe ich Mundharmonika und Ukulele spielen gelernt - indem ich den Sachzusammenhang begriffen habe.
      "Schlimmes geschähe dir da, mein Bester, wenn du nach Athen gekommen, wo in ganz Hellas die größte Redefreiheit herrscht, dann hier als einziger an ihr nicht teilhaben solltest. Aber setze auch dagegen: wenn du weitläufig redest und nicht das Gefragte beantworten willst, dass auch mir Schlimmes geschähe, wenn ich nicht weggehen dürfte, ohne dich zu hören." (Platon, Gorgias)
    • Herr Rau schrieb:

      unag schrieb:

      Effektives Lernen gibt es nicht!
      Es sei denn, man versucht die inneren Sachzusammenhänge zu erkennen!
      Und nein, mann muss nicht immer wiederholen oder ständig lernen. Franz Josef Neffe hat es sehr tiefgründig dargelegt. Ich sage es kürzer: Der begriffene Sachzusammenhang ist bereits der abgeschlossene Lernvorgang und man kann nach Jahrzehnten dieses Wissen wieder aktualisieren! :P
      Genau! So habe ich Mundharmonika und Ukulele spielen gelernt - indem ich den Sachzusammenhang begriffen habe.


      Und ich lerne gerade genau so die 285 Fragen für den Sportbootführerschein See, indem ich den Sachzusammenhang begreife - ist einfach, der läßt sich nach ein oder zwei Stunden verstehen. Cool, dann brauche ich mich ja nicht weiter vorzubereiten. :rolleyes:

      Nele
      Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too? - Douglas Adams
    • Jaja das mit dem Lernen ist immer so eine Sache. Hab auf ne Mathearbeit letzte Woche nichts gelernt, wegen etwas anderem blödem und hab's wahrscheinlich voll versaut *mist*
      Aber ich muss dir widersprechen unag, man kann auch Sachzusammenhange wieder vergessen ... Z.B. Ich weiß nicht mehr wie man geteilt und mal 5.klass-mäßig schriftlich ausrechnet. Übrigens das Abitur besteht nicht nur aus Sachzusammenhängen. Man muss (leider ;) ) auch eine Fremdsprache können und da geht nix ohne Vokabeln.
      LG kadda
      Im Blick liegt das wahre Wesen des Menschen.
    • ja ich finde auch dass das jeder für sich selber wissen sollte. mir hat es immer geholfen alles jeden tag einmal zu wiederholen oder auch mir auch mal selber tests zu schreiben. wenn man einen text auswendig lernt, oder viele stichpunkte dann kann man die auch einfach mal alle auf ein blatt aufschreiben, dann sieht man ja ob mans kann und es bleibt mehr hängen wenn man es sich aufschreibt. ;)