Häufiger Lehrerwechsel

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    • Häufiger Lehrerwechsel

      Meine Tochter besucht die 8. Klasse eines Gymnasiums. Meiner Meinung nach muss sie ungewöhnlich viele Lehrerwechsel verkraften (bis zu 3 im laufenden Schuljahr!) In Latein und Mathematik sind dadurch schhon große Defizite entstanden. Ein Thema wird zwar durchgenommen, aber nicht genügend vertieft. Dies wird erst auffallen, wenn ein Schüler Mathematik als Leistungskurs wählen sollte. Ein Gespräch mit der Schulleitung hat schon stattgefunden. Von dort wurden nur irgendwelche Statistiken vorgeschoben nach denen die Unterrichtsversorgung an erster Stelle steht. Gibt es wirklich keinerlei Möglichkeit eine gewisse Kontinuität in den Unterricht zu bringen? Gibt es keinerlei Vorschriften für die Schulleitung? Ich habe im Netz leider nur Beschwerden gefunden, aber keine Lösungsansätze....
    • Re: Häufiger Lehrerwechsel

      Das ist möglicherweise von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Bayern: nein, ich wüsste keinerlei Möglichkeit, Kontinuität zu erzeugen. Es gibt so viele Referendare, die untergebracht werden müssen - vor allem dadurch, dass Referendare mit immer mehr Stunden eingesetzt werden, so dass man sich das Anstellen von festen Lehrern spart. Und wenn ein Referendar, von denen die meisten zum Halbjahr Shcule und Klassen wechseln, mehr Klassen unterrichtet, sind auch mehr vom Wechsel betroffen.

      Andere Gründe für einen Lehrerwechsel sind: notwendiger Klassentausch dadurch, dass neue Referendare kommen mit anderen Fächern als ihre Vorgänger, so dass ein Ringtausch mit anderen Lehrern nötig wird. Gelegentlich Schwangerschaft oder Schulwechsel einer festen Lehrkraft, dürfte nicht so oft vorkommen.

      Nächstes Jahr soll es auch in Bayern eine mobile Reserve geben. Das zeigt, dass Lehrermangel herrscht. (Oder: Mangel an Finanzierung für Lehrer. Denn Lehrer und Bedarf sind beides da.)

      Daran ändern kann man nur etwas durch Änderungen in der Refernedarsausbildung und Finanzierung von Lehrerstellen. Politische Entscheidungen. Die Schulen selber können allenfalls darauf achten, dass nicht immer die gleichen Klassen betroffen sind. Vermutlich unterschätzen Eltern aber, wie wie viele Lehrerwechsel tatsächlich unausweichlich sind.

      Allerdings muss ein Lehrerwechsel keineswegs zwangsläufig zu Defiziten führen. Eigentlich gar nicht. Wenn ein Thema nicht genug vertieft wird, kann der nächste Lehrer das doch vertiefen. Der Wechsel an sich ist für die Klasse nicht das Problem (so problematisch der aus anderen schulpolitischen Gründen ist) - höchstens eine fehlende Absprache zwischen den Lehrern. Das könnte ein Ansatz sein, wenn das wirklich das Problem ist.
      "Schlimmes geschähe dir da, mein Bester, wenn du nach Athen gekommen, wo in ganz Hellas die größte Redefreiheit herrscht, dann hier als einziger an ihr nicht teilhaben solltest. Aber setze auch dagegen: wenn du weitläufig redest und nicht das Gefragte beantworten willst, dass auch mir Schlimmes geschähe, wenn ich nicht weggehen dürfte, ohne dich zu hören." (Platon, Gorgias)
    • ... vielleicht sollte man mal nen blick ins ausland werfen, die haben, glaub ich, auch in italien ne einphasige ausbildung. könnten die, die aussteigen, nicht einfach in der hospitationsphase aussteigen, ach ja, auch wieder schlecht, dann haben sie den stress ja noch nicht um die ohren. gibt es nicht irgendwo so nen simulationsgerät/videospiel, mit dem man schon mal üben könnte? jeder pilot muss mit so nem ding ja auch erst mal üben.
    • Man muss auch versuchen, positive Seiten zu sehen. Die Kinder kennen zum einen die neue Lehrerin bereits aus der Referendarzeit, zum anderen sind die Kinder beim Übergang in die weiterführenden Schulen bereits daran gewöhnt, dass sie wechselnde Lehrer haben. Es gehört mittlerweile wohl leider ins Reich der Träume, dass eine Lehrerin ihre Klasse volle vier Jahre führt.
    • Ich würde unbedingt versuchen, dass sich die Klasse + Eltern durchsetzt. Ich würde auch nicht zu lange warten mit drastischen Maßnahmen (Presse), es ist schon zu viel passiert, um da noch zurückhaltend zu sein.

      Die Kinder würden sehr davon profitieren, wenn sie mitkriegen würden, dass man sich durchsetzen kann, wenn man sich anstrengt.
    • Zitat schultikus :
      Ich würde unbedingt versuchen, dass sich die Klasse + Eltern durchsetzt. Ich würde auch nicht zu lange warten mit drastischen Maßnahmen (Presse), es ist schon zu viel passiert, um da noch zurückhaltend zu sein.
      Die Schulleitung kann nichts dafür, und den Bezirksregierungen und Bildungspolitikern interessieren solche Aktonen nicht.

      In Deutschlands Schulen gehts doch schon seit Jahrzehnten bergab, weil die lieben Politiker nicht bereit sind, auch nur einen zusätzlichen Cent für die Verbesserung der Schulen zu investieren.

      Und die Schuld wird natürlich wie immer auf die Schulen und deren überlasteten Lehrer geschoben, die mit mittelalterlichen und mangelnden Ressourcen, übergroßen Klassen sowie Personalknappheit zu kämpfen haben.

      Und dazu fallen noch die Eltern auf die Zauberwörter der gleichmacherischen rotgrünen Bildungskommunisten wie Inklusion, Individuelle Förderung, Gemeinschaftsschule, Wegfall der Kopfnoten etc. herein.

      In NRW scheitert schon jetzt die Inklusion und in BW hat mit Hilfe der Eltern (als Wähler) auch schon der Bildungskommunismus begonnen, der die Zustände nur noch verschlimmern wird.-Noch Fragen ? 8)
      In den Deutschlands Schulen muss endlich wieder diszipliniert gearbeitet und gepaukt werden ! 8)