Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

    • Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Hallo,

      ich bin im Internet auf das Buch "Sprachen lernen" von Robert Kleinschroth aufmerksam geworden.
      Da ich gerade für das Fach Englisch immer gerne Informationsmaterial suche, bin ich neugierig geworden, möchte mir aber nicht schon wieder ein Buch kaufen, dessen Inhalt zum wiederholten Male die 5- Fächerkartei o.ä. Wiederholungsstrategien aufwärmt.Vielleicht kennt jemand das Buch?

      Gute Rezensionen hat auch das Buch "Garantiert erfolgreich lernen" von Christian Grüning oder die Birkenbihl- Methode.
      Wer kann mir näheres dazu erläutern?


      Danke
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Sprachen lernen nach der Birkenbihl- Methode kann ich nur empfehlen.
      Damit habe ich italienisch innerhalb eines halben Jahres so gut gelernt, dass ich italienischen Filmen folgen konnte.
      Auch italienische Bücher kann ich lesen und verstehen.

      Was bei dieser Methode bei mir nicht hilft ist die Sprache auch sprachlich anzuwenden.

      Ein Tip meiner Tante, in Italien anzurufen, weil ich dann gezwungen wäre italienisch zu sprechen, führte mich nur in die Sprachlosigkeit.

      Also nur zu mit der Birkenbihl- Methode.
      Kein stures Vokabel- Pauken... ist absolut verboten.
      Passiv hören, aktiv hören, Wort für Wort- Übersetzung, um nur einige Beispiele der Arbeitsweise mit Birkenbihl zu nennen.
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Mhm. Wenn man mit einer Lernmethode nach einem halben Jahr(!) noch keine einfache Konversation betreiben kann, weiß ich nicht wirklich, ob man so eine Methode empfehlen kann. Mich würde interessieren, wie die Beschränkung auf nur einen Teil der Kanäle lernpsychologisch begründet ist.

      Bei den Kompetenzen, auf die der Schulunterricht zugeschnitten ist, steht schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeit, also Sprachproduktion, ganz weit oben. Also Vorsicht!

      Nele
      Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too? - Douglas Adams
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      "Leinwand" schrieb:

      mir ist es schleierhaft, wie man Sprachen lernen soll, ohne Vokabeln zu lernen.

      Wer das verspricht, verspricht m. E. Unseriöses [-X


      Mir auch, aber offenbar fehlt es uns diesbezüglich an Vorstellungskraft:

      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.lernpilot.de/blog/index.php/2005/11/09/p47">http://www.lernpilot.de/blog/index.php/2005/11/09/p47</a><!-- m -->

      zum Thema "Nicht-Vokabeln-Lernen" steht da folgendes:

      Die Birkenbihl-Methode ist vor Allem zum Erlernen von Sprachen interessant. Bei Ihrer Methode ist das Auswendiglernen von Vokabeln verboten. Statt dessen arbeitet Frau Birkenbihl mit "dekodierten" fremdsprachlichen Texten.

      Beispiel: will ein Deutscher die französische Sprache erlernen, wird der Text im Lehrbuch nicht mehr in die deutsche Grammatik übertragen. Statt dessen "lernt" der Deutsche den französischen Text in der französischen Satzstellung aber mit deutschen Worten. Aus dem folgenden Zitat aus "Französisch 2 für Einsteiger":

      Parce qu'un débutant est comme un enfant: il doit d'abord avancer pas à pas.

      wird beispielsweise der dekodierte deutsche Text:

      Weil daß-ein Anfänger ist wie ein Kind: er muß zuerst fortschreiten Schritt für Schritt.

      Diese deutsche Version erinnert stark an maschinelle Übersetzungen, ist aber genau richtig, um die Satzstellung in der Fremdsprache gleich mit zu lernen. Auf diese Weise vermeidet man von vorne herein, die fremdsprachigen Formulierungen versehentlich in der muttersprachlichen Satzstellung zu versuchen.



      Mein Deutsch ist vermutlich nicht gefestigt genug, um so eine Methode längere Zeit unbeschadet zu überstehen. Und merken könnte ich mir so schon rein gar nichts. Für Kinder wäre ich da vorsichtig. Für Erwachsene vielleicht ein Versuch wert - aber mir nicht. (die generell mit Methoden Mühe hat, die auf pseudowissenschaftlichem Halbwissen gewürzt mit einer Prise Esoterik beruhen)

      lg,

      füchsle
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Der "fehlende" Spracherwerb ist auf meine Hemmschwelle begründet, welche Kinder nicht haben. Sie plappern einfach drauf los, was bei mir nicht ist, aus verschiedenen Gründen.

      Vokabeln lernen, wie es in der Schule gemacht wird, ist auch nicht das gelbe vom Ei.
      Grad wenn ich mir Englisch anschaue, die Satzstellung... da finde ich die Wort für Wort- Übersetzung nicht verkehrt.

      Wie gesagt, ich habe es soweit gelernt, dass ich Filme und Bücher verstehe.

      In Brieffreundschaften mit Italienern habe ich die Bestätigung erhalten, dass ich vom Wissen und der Möglichkeit mich auszudrücken, gut bis sehr gut war/bin.
      Sollte ich anfangen zu sprechen, wird ein Akzent zu hören sein, was beim Schreiben niemand bemerkt.

      Vokabeln lernen funktioniert auch ganz unkompliziert mit Post-Its bei Gegenständen und kurzen Sätzen an markanten Stellen in der Wohnung.

      Aber das wier und warum möge jeder selbern heraus finden.
      Beschäftigt euch mit Birkenbihl, probiert es aus.
      Das sind meine Erfahrungen, und nur diese habe ich hier erwähnt.

      Das als völligen Blödsinn abzutun, ohne es erfahren zu haben, finde ich völligen Blödsinn.


      @füchsle,
      Die Satzstellung ist verschieden. Und wenn ich alles in die korrekte deutsche Sprache übersetze, dann stimmt die Übersetzung der einzelnen Worte nicht mehr.
      Und ja, es kann zum Problem werden. Nach langen Briefe schreiben auf italienisch hatte ich teilweise Probleme mit der deutschen Satzstellung, wenn ich mir ein Buch auf deutsch übersetzen wollte. Das ging schief, also lies ich es bleiben und las einfach nur. Ich konnte italienisch verstehen und denken, und, man glaubt es nicht, auch träumen. Das alles natürlich nicht nach dem halben Jahr, sondern nach Briefe schreiben regelmässig. (ha, falsche deutsche Satzstellung)


      Ich bleib bei meiner Meinung, dass die Birkenbihl- Methode super ist.
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Mein Sohn lernt daheim mit der Birkenbiehlmethode von Anfang an . Er hat das ganz von sich aus so gemacht, ohne das ich diese Methode vorher kannte.

      Da es ihm in der Schule etwas zu langsam geht , lernt er immer ca. ein Unit vorraus ohne Vokabeln zu lernen, bearbeitet u. übersetzt er die Texte im Buch und im Workbook. Er versucht dann unbekannte Vokabeln aus dem Sinn des Textes zu erschließen.
      Kontrolliert es aber nach. Dennoch lernt er am Ende des Units die Vokabeln "nach". Oft kann er dann die Meisten schon ziemlich gut , bis auf ein paar schwere ( im Schnitt 3-5 Vokabeln eines Units) , die er dann noch pauken muss . Stupides Vokabellernen auf ein Unit entfällt so mit. Das gefällt ihm gut.

      Im Prinzip lernt man auch mit dieser Methode also Vokabeln . Nur halt andersherum wie in der Schule üblich u. damit weniger stupide.

      Dennoch kommt man für "Schulenglisch" an ein paar Paukereien nicht vorbei . Satzstellungsregeln , Grammatik müssen erklärt werden , da in der Schule einfach zu wenig praktische Übungszeit dafür bleibt.

      Auch Vokabelwiederholungen sind sicher nicht verkehrt , wenn sie in folgenden Texten nicht häufig wieder vorkommen.
      Das schöne an Kindern ist, das sie in ihrer eigenen Fantasiewelt leben und nicht von der Gesellschaft korrumpiert worden sind.
      Sie haben noch keine Grenzen in ihrem Denken und sind frei, bevor es ihnen in der Schule durch strukturiertes Lernen genommen wird.
      Steven Spielberg
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      "Rabea" schrieb:


      Da ich gerade für das Fach Englisch immer gerne Informationsmaterial suche, bin ich neugierig geworden, möchte mir aber nicht schon wieder ein Buch kaufen, dessen Inhalt zum wiederholten Male die 5- Fächerkartei o.ä. Wiederholungsstrategien aufwärmt.


      Aus diesem einen Satz schliesse ich, dass grundsätzlich Kenntnisse vorhanden sind.
      Und nur darauf bezog ich mich auf meine Antwort.

      So ganz ohne Kenntnisse hilft auch Birkenbihl nicht.
      Ein paar Gegenstände mit Hilfe von Post- Its ganz nebenbei gelernt, und einigen Redewendungen sowie kurzen Sätzen an präknanten Stellen in der Wohnung, eignet man sich eine kleine Grundlage an. Das alles ohne stures pauken.

      Post-It mit der Vokabel an den entsprechenden Gegenstand heften. Z. B. Kühlschrank. Da muss ich täglich hin und lese somit täglich diese Vokabel. So wie sie durch tägliches Lesen hängen bleibt, verbunden mit dem Bild Kühlschrank, so bleibt das gesprochene Wort verbunden mit einem Fingerzeig der Mutter auf den Gegenstand beim Kind hängen. Das hat absolut nichts mit Vokabel- Pauken ala Schule zu tun.

      An meiner Wohnungstür hänge ich ein Post- It mit dem Satz "Ich gehe raus." Diesen lese ich auch täglich, genauso wie Mama täglich sagt "Komm, wire gehen raus."

      Ich hoffe ,dass ich jetzt verständlich machen konnte, was ich meine.

      Mit diesen Grundlagen kann ich mich auch an die Birkenbihl- Methoden ranmachen. Hier kann ich den Grundstein erweitern und vervollkommnen.

      Satzstellungsregeln , Grammatik müssen erklärt werden , da in der Schule einfach zu wenig praktische Übungszeit dafür bleibt.


      Okay, akzeptiert. Der letzte Schliff kommt dann durch Birkenbihl.
      Die vielen unregelmäßigen Verben, welches ist nun unregelmäßig und welches nicht... diese Überlegung entfällt meiner Meinung nach, weil es durch Birkenbihl automatisch und unbewußt übernommen wird.
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      "milena" schrieb:

      Vokabeln lernen, wie es in der Schule gemacht wird, ist auch nicht das gelbe vom Ei.
      Grad wenn ich mir Englisch anschaue, die Satzstellung... da finde ich die Wort für Wort- Übersetzung nicht verkehrt.


      Bitte nicht übersetzen - das Hin- und Herschalten zwischen den Sprachen schadet beim Spracherwerb mehr als es nützt; ich erlebe in der Unterrichtspraxis ständig, dass das dazu kommt, dass Lerner "im Kopf übersetzen", was nur zu Zeitverlust und Interferenzfehlern führt. Einer Methode, die explizit auf Übersetzungsvorgängen beruht, stehe ich extrem skeptisch gegenüber! Es ist sehr viel besser, wenn man tatsächliche Kommunikationssituationen schafft, die in der Zielsprache bewältigt werden, wobei es zunächst relativ unwichtig ist, ob der Sprachgebrauch einfach oder gar fehlerhaft ist. Die Genauigkeit kommt schon mit der Zeit und mit der investierten Arbeit.

      Sprachenlernen muss darauf abzielen, dass der Gebrauch der Zielsprache automatisch und unwillkürlich erfolgt. Idealerweise soll der Lerner in der Zielsprache denken. Ich glaube deshalb, dass ein großer Fundus an Vokabeln und Phrasen gar keine schlechte Sache sind - ich halte eine ganze Menge von kontinuierlichem Vokabellernen. In der Regel heben "Argumente", die dagegen vorgebracht werden, ja auch überhaupt nicht auf lerntheoretische sondern auf motivatorische Probleme ab. Wenn mit "wie in der Schule" gemeint ist, dass Wortlisten aus dem Lehrbuchkapitel - links Englisch, rechts Deutsch - auswändig gelernt werden, mag es da wohl effizientere Methoden geben (z.B. individuell vom Lerner gestaltete Wortfelder), aber selbst das ist langfristig unendlich besser, als vermeintlich ohne Anstrengung keine Vokabeln und Phrasen zu lernen.

      Nele
      Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too? - Douglas Adams
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Hm, irgendwie kann ich es nicht richtig erklären, wie mir scheint.

      Ich übersetze nicht in dem Sinne, dass ich denke la finestra heisst das Fenster, weil da komme ich total durcheinander. Da hast du völlig Recht.
      Aber um eine Basis zu schaffen ist es schon sinnvoll.

      Und ehe ich jetzt den Satz... (wo kriege ich jetzt so schnell nen englischen Satz her... grübel)...

      (also italienisch) Mi chiamo Milena----> in Lehrbüchern übersetzt mit: Ich heisse Milena. übersetzt lerne
      Korrekt wäre aber Ich bin Milena<---- hier stimmt aber die Satzstellung nicht. In der Wort für Wort- Übersetzung: Mich ich nenne Milena.
      Wenn man es so lernt, dann weiss ich, was MI- CHIAMO- ... im Einzelnen heisst. Der Vorteil unter anderem... ich brauche nicht explizit Grammatik- Regeln pauken.
      Okay, als Grundlage sicher notwendig. Jedoch lernt man die Konjugation? der einzelnen Verben auch so.
      ... lerne ich die Wort für Wort- Übersetzung, weil es die Satzstellung mit berücksichtigt.
      Ich hatte leider nicht die Möglichkeit live in Italien zu lernen. Mit Sicherheit ist es einfacher, wenn man es so macht. Für mich gilt das wiederum nicht, ich brauche mehrere Kanäle.
      Ausserdem funktioniert mein Gehör nicht richtig.

      Ich will niemanden überzeugen.
      Für mich war es gut und richtig. Aus schon gesagten Gründen aus dem Post vom 18.04.2009, 12:41 .


      Sorry für das Durcheinander, habe grade Chaos im Hirn :mrgreen: .
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      nun ja: das wörtliche "ich nenne mich xy" ist ja kein deutscher Sprachgebrauch. Daher sagen Lehrbücher völlig zu Recht: "ich heiße xy".

      Mir würde diese wörtliche Übersetzung das Leben erschweren.
      Wenn ich aber weiß, dass im Italienischen das Reflexivpromonen vor der konjugierten Verbform steht, ist die Sache klar. Ich habe das System durchschaut und kann dann auch weiter konjugieren, wenn ich die Endungen kenne.

      Oder ich lerne eben "mi chiamo"= "ich heiße", egal, wie es gebildet wird. Als feststehenden Ausdruck. Finde ich persönlich beides einfacher. :mrgreen:

      aber gut, jeder geht da anders ran. :mrgreen:
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Mir würde diese wörtliche Übersetzung das Leben erschweren.


      Übungssache ! Mein Sohn baut mittlerweile blitzschnell um, von Wort zu Wort zu deutscher Satzstellung. Laut hört sich das manchmal schon lustig an :mrgreen:
      Das schöne an Kindern ist, das sie in ihrer eigenen Fantasiewelt leben und nicht von der Gesellschaft korrumpiert worden sind.
      Sie haben noch keine Grenzen in ihrem Denken und sind frei, bevor es ihnen in der Schule durch strukturiertes Lernen genommen wird.
      Steven Spielberg
    • Re: Sprachen lernen/ Erfolgreich lernen

      Wenn man mit einer Lernmethode nach einem halben Jahr(!) noch keine einfache Konversation betreiben kann, weiß ich nicht wirklich, ob man so eine Methode empfehlen kann


      was ist denn mit dem sprachunterricht an unseren allgemeinbildenden schulen. nach 5 jahren französich können unsere kinder zwar alle unregelmäßigen verben in alle nur denkbaren zeitformen konjugieren, auch die, die kein franzose jemals anwendet, aber sie können kaum einen vernünftigen satz fließend sprechen. ich habe fließend englisch auch erst lange nach dem abitur gelernt, als ich 2 jahre für eine englische firma in deutschland tätig war und die meiste konversation auf englisch stattfand.
      nachdem ich die letzte zeit öfter nach italien mußte und feststellte dass dort wenig englisch gesprochen wurde "solo parlo italiano", bin ich auch mit der birkenbihl-methode angefangen italienisch zu lernen und konnte nach ein paar wochen zumindest meine zugfahrkarte und mein essen bestellen ohne "hä? und scusi?".
    • zinnoo schrieb:

      Also ich muss sagen, dass ich sehr gerne englische Filme und Serien schaue. Das muss natürlich nicht nur in Englisch sein, sondern geht auch in anderen Sprachen. Wenn man die finanziellen Möglichkeiten hat, ist ein Aufenthalt in einem Gastland immer sehr effektiv. Kann ich nur empfehlen.
      Habe mein Englisch auch durch Filme deutliche aufbessern können. Allerdings finde ich, dass man das nur machen kann, wenn man schon fortgeschrittenere Sprachkenntnisse hat - sprich seine Kenntnisse nur aufpeppen will. Neulernen kann man mit dieser Methode allerdings nichts.