LF: So funktioniert Innovation - auch in Schulen

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    • LF: So funktioniert Innovation - auch in Schulen

      Hier sind einige interessante Videos zum Thema "neue Medien im Schulunterricht" (also ~20 Jahre alte Medien) verlinkt:
      <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.lehrerforen.de/index.php?page=Thread&threadID=33912">http://www.lehrerforen.de/index.php?pag ... adID=33912</a><!-- m -->
      Besonders schön der Satz: "A teacher that can be replaced by a machine - should be." :D

      Wobei ich persönlich weder für noch gegen Computer im Unterricht bin.
      Sobald sie Kosten ersparen statt Kosten erzeugen wird m.E. die "digitale Revolution" auch das Schulwesen radikal umkrempeln.
      Aber ich kann warten - meine Kinder müssen da nicht unbedingt die Versuchskaninchen abgeben.


      - Martin
      Chemie ist wenn es kracht und stinkt, Physik ist wenn es nicht gelingt.
    • Re: LF: So funktioniert Innovation - auch in Schulen

      Wobei es da vermutlich auch auf die Schule und das jeweilige Kollegium ankommt, denke ich....

      In der Schule der Mittleren geht es vollkommen anders zu als in der Schule der Jüngsten....bei der Mittleren ist es so,daß die Schüler in jeder Klasse PCs haben - und zwar einen pro Schüler- die regelmäßig im Unterricht genutzt werden. Sämtliche Lehrwerke haben CD-ROMs dabei, die in Eigenregie und im eigenen Tempo bearbeitet werden. Ich könnte mir vorstellen, daß das aber auch mit an der Schulform und ihrem "Unterrichtsstil" liegt- es gibt relativ wenig Unterricht, bei dem ein Lehrer vorne steht und etwas für alle Schüler erklärt. Es gibt fast immer sog. Themenpläne, die der Schüler im eigenen Tempo und mehr oder minder ein Eigenarbeit "abarbeitet"- sprich, er erarbeitet sich das Thema überwiegend selbstständig. Die Mittlere besucht aber eine IGS, da wird ohnehin mehr "binnendifferenziert" als in der Realschule der Jüngsten. Hauptsächlicher Lehrereinsatz ist gefragt beim Beginn eines neuen Themas oder bei Versuchen in den Naturwissenschaften.

      Elternbriefe und so ziemlich jegliche Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus laufen weitestgehend über Email, finde ich sehr praktisch. Außerdem haben die Schüler über das "IServ"- Programm ihren eigenen, moderierten Chat. Seit ein paar Jahren muß auch das Mensaessen per Internet bestellt werden. Für uns Eltern sehr sinnvoll, das Essenskonto wird per Überweisung aufgeladen, der Schüler bestellt per Internet und bei Abholung ziehen die Schüler ihre Mensakarte mit Strichcode über einen Scanner. Die Gefahr, daß das Essensgeld - vor Jahren, als unsere Große dort noch Schülerin war, musste jeweils bar bezahlt werden bei Abholung- beim Burgerbrater um die Ecke landet, ist daher gleich null 8)

      Als Nachteil sehe ich allerdings, daß in den Klassenarbeiten ( auch und gerade in den schreibintensiven sprachlichen Fächern) nur sehr wenig geschrieben werden muß. Vielleicht mal so 10 Vokabeln oder so. Ansonsten ist das Löwenanteil der Aufgaben in multiple choice -Form oder es müssen mal halbe Sätze ergänzt werden.
      Ist meine 14jährige gezwungen, mal einen englischen Satz in Reinkultur zu bilden, so frei Schnauze, könnte man den Eindruck erhalten, sie habe die Grundschule gerade hinter sich gelassen 8) Kann aber auch an meinem Kind liegen. Die Große war da wesentlich gewandter.

      In der Schule der Kleinen kommt vielleicht mal ein DVD-Player zum Einsatz. Aber nur kurz vor den Ferien, um die Zeit rumzubringen 8)
      Ansonsten gilt- jegliche Neuerung bleibt bitte draußen. Der Rektor steht ohnehin auf dem Standpunkt- wer ständig vor dem PC hängt oder mit dem Handy tüdelt, schafft niemals das Abitur. Entsprechend beruft er sich auf alte Werte. :lol:
      Was dazu führt, daß an dieser Schule überwiegend Bücher aus den 80ger Jahren im Einsatz sind. Die fallen zwar langsam auseinander, aber Ersatz gestaltet sich schwierig. Und die neuen Bücher sind den Lehrern dort allesamt viel zu abstrakt.
      Es gab letztes Jahr ein neues Mathelehrwerk - Schnittpunkte- was wohl das kleinste Übel darstellt, laut Aussage des Rektors. Dabei finde ich dieses Buch leicht zu durchschauen....im Gegensatz zum Mathe live, was an der Schule der Mittleren benutzt wird. Da muß ich mich meist erstmal einlesen, worauf es überhaupt hinaus geht...während mir bei der Kleinen oft ein Blick reicht- aha, Anfänge der Prozentrechnung.