Abitur früher....

    • Abitur früher....

      "Der Spiegel (50/1964)" schrieb:

      Würden diese Reserven erschlossen und überdies mehr Gymnasiasten zum Abitur durchgeschleust, so könnten nach Ansicht des Kölner Dozenten Hitpaß 20 Prozent aller jungen Bundesdeutschen die Hochschulreife erhalten.


      Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46176317.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46176317.html</a><!-- m -->

      Es hat sich doch so einiges getan....
      Jeder nach seinen Möglichkeiten!
    • Re: Abitur früher....

      Wobei ich finde, daß es die auch heute noch gibt....und man sich auch über berufliche Wege noch weiterqualifizieren kann - es gibt ja immer Schüler, denen der Sinn des Lernens erst aufgeht, wenn sie jegliche Schultore weit hinter sich gelassen haben. 8)
      Die Lizenz zum Geld drucken ist das Abitur ja auch nicht in jedem Fall.

      Und ich denke, der Weg zum Abitur ist heute nicht nur aus schulischer Sicht leichter, sondern auch ansonsten einfacher.
      Meine Eltern z.B. waren beide sehr gute Schüler in der damaligen Volksschule, verließen aber trotz Intervention ihrer Lehrer die Schule nach Klasse 8- beide waren Halbwaisen mit mehreren jüngeren Geschwistern, da war es für ihre Mütter einfach eine Erleichterung, wenn wenigstens ein Kind ein wenig zum knappen Haushaltbudget beitrug. Ganz abgesehen davon, daß eine weitere Schulbildung wohl damals auch kostenpflichtig war- und wenns nur die Fahrtkosten plus Schulbücher waren.

      Zumindest dieses Problem haben wir heute wohl nicht mehr.

      Ich musste allerdings beim Lesen des Artikels die "Klassensortierung" (Prima, Sexta usw) erstmal ergoogeln; aus meiner Schulzeit - bin Jahrgang 69- kenne ich das nicht mehr. Ich kann mich aber erinnern, daß diese Bezeichnungen in einigen Kinder- und Jugendbüchern vorkamen :D
    • Re: Abitur früher....

      Ich musste allerdings beim Lesen des Artikels die "Klassensortierung" (Prima, Sexta usw) erstmal ergoogeln; aus meiner Schulzeit - bin Jahrgang 69- kenne ich das nicht mehr. Ich kann mich aber erinnern, daß diese Bezeichnungen in einigen Kinder- und Jugendbüchern vorkamen ]


      Jaaaa, bei "Nesthäkchen als Backfisch" :lol:

      Ich denke, der Weg zum Abitur ist heute vor allem für Mädchen leichter - meine Mutter wurde noch vom Gymnasium wieder abgemeldet, weil sie nach dem Übertrittszeugnis eine 3 in Mathematik geschrieben hat. Mein Opa war gleichzeitig ihr Lehrer und hatte dann Angst, dass sie es nicht schafft, außerdem würde sie sowieso heiraten und dann wäre das ja auch nicht nötig. Nicht mal eine Berufsausbildung fand er dann notwendig. :shock:

      Auch mein Vater und sein Bruder haben selbstverständlich Abitur gemacht, auf einem katholischen Internat - die beiden Schwestern, die bestimmt nicht dümmer sind, bekamen diese Möglichkeit nicht.

      Nur eine Generation weiter war sowas kein Thema mehr.
    • Re: Abitur früher....

      Ich werde wohl alt, denn meine 5. Klasse hieß noch Sexta...
      Und ich habe profitiert von der Abschaffung des Schulgeldes in NRW und dem Bemühen, die Abi-Quotne zu steigern, Arbeiterkind, Mädchen, das ich bin...

      Ist schon eine andere Welt heute...

      Gruß

      Ubi
      Jeder nach seinen Möglichkeiten!
    • Re: Abitur früher....

      Laut Wikipedia wurde die alte Zählung - auf Latein und dann rückwärts- 1964 abgeschafft. Mein Vater verließ die Volksschule 1962, und bei ihm waren die Klassen ebenso durchnummeriert wie heute...also von 1 bis 8.

      Vielleicht liegts daran, daß für Ostfriesen schon Hochdeutsch erste Fremdsprache ist und man deshalb kurzerhand die lateinischen Bezeichnungen zumindest an den Volksschulen wegließ. Kennt wi nich, brukt wi nich :lol: